Faktor Frau

Ausgabe #2/2012 - März/ April

Länder, in denen die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern weniger stark ausgeprägt ist, sind wirtschaftlich erfolgreicher. Wirken Frauen an Friedensverhandlungen mit, erweisen sich die erzielten Lösungen als dauerhafter. Über den „Faktor Frau“, die Vorzüge der Vielfalt und über einen Wandel, der sich für alle rechnen wird, schreiben Autorinnen wie Hillary Clinton, Christine Lagarde und Michelle Bachelet.

Grundbedingung der Demokratie

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Warum das 21. Jahrhundert das Zeitalter der Gleichberechtigung sein muss

In Regierung und Parlament bleiben sie unterrepräsentiert, Gewalt gegen sie ist eines der am wenigsten geahndeten Verbrechen weltweit: Die Benachteiligung von Frauen verletzt nicht nur fundamentale Menschenrechte, sie ist auch wirtschaftlich ineffizient. Viel zu tun für Organisationen wie UN Women, die 2010 gegründete Frauenorganisation der UN.

Ignorieren auf eigene Gefahr

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Interview mit Melanne Verveer, US-Sonderbotschafterin für globale Frauenfragen

„Frauenangelegenheiten“ sind keine Angelegenheiten nur für Frauen. Von ihrer Integration profitiert die ganze, profitieren alle Gesellschaften. Denn sämtliche Erfahrungen zeigen: Regierungen, die aufgeschlossen genug sind, den Großteil des Potenzials ihrer Bevölkerungen nicht einfach brachliegen zu lassen, betreiben schlichtweg intelligente Politik.

Kriegsopfer, aber keine Friedenspartner

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Einige Hintergründe zum Thema Frauen und Sicherheit

Frauen sind in den brutalen Kriegen unserer Zeit oft die größten Leidtragenden, werden bei Friedensverhandlungen aber meist ausgeschlossen. Dabei zeigt die Realität: Werden sie in Konfliktlösungen einbezogen, erweisen diese sich als haltbarer, und gleichberechtigte Gesellschaften
sind nicht nur stabiler, sondern auch erfolgreicher.

Kleine Stiefel, große Fähigkeiten

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Israels Erfahrungen mit der Wehrpflicht für alle und Frauen in Kampfeinheiten

Rund 1500 Frauen jährlich sind es, die in Israels Kampfeinheiten dienen und seiner Armee mit etwa 33 Prozent den höchsten Frauenanteil der Welt bescheren. Welche Lehren können die Streitkräfte anderer Länder aus dem israelischen Beispiel ziehen? Ein Streifzug durch das einzige Land
der westlichen Welt, in dem Frauen Wehrdienst leisten müssen.

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Von Regeln und Role Models

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Christine Lagarde über Quote, Qualität und die Schönheit der Vielfalt

Mit einem Frauenanteil von gerade mal einem Prozent auf den Führungspositionen scheint die Finanzwelt eine Bastion gegen die Emanzipation der Frauen zu sein. Mit welchen Folgen? IWF-Chefin Christine Lagarde spricht im Interview mit der IP über Schubladendenken, weibliches Wirtschaften
und ihre eigene Vorbildfunktion.

Vielfalt, die sich auszahlt

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Warum wir es uns nicht leisten können, Frauen ökonomisch auszuschließen

Wenn es um Frauenfragen geht, wird es meist ideologisch – und die Rollen scheinen verteilt. Reden wir darüber, aber nicht politisch korrekt und nicht emotional. Sondern so, wie wir auch andere Sachfragen behandeln sollten – nüchtern. Denn die kühle, ökonomische Betrachtung
hat einen entscheidenden Vorteil: Sie rechnet sich am Ende für alle.

Gestaltungsmacht China

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Mit Kooperation statt Konfrontation zur Ko-Evolution

An China führt kein Weg mehr vorbei, wenn es um die Lösung globaler Probleme geht. Doch statt von einem pazifischen Jahrhundert zu philosophieren, ist es an der Zeit, den Wandel hin zu einer multipolaren Weltordnung anzuerkennen. Mit Flexibilität und Pragmatismus
können dann die Machtverschiebungen erfolgreich gemanagt werden.

„Das ‚pazifische Jahrhundert‘ ist so etwas wie ein Codewort“

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Interview mit dem Auslandsreporter Robert D. Kaplan

Für Washington steht fest: Dem indo-pazifischen Raum gehört die Zukunft. Im IP-Interview erläutert der amerikanische Journalist Robert D. Kaplan, was die Region so bedeutungsvoll macht, warum die Vereinigten Staaten ihre außenpolitischen Prioritäten immer mehr in Asien sehen und welche
Rolle die vorherrschenden Mächte China und Indien spielen.

Hoffen und Bangen in Neu-Delhi

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Freude mit Vorbehalten: Indien und Amerikas pazifische Wende

Euphorischen Einschätzungen zum Trotz: Indiens Priorität bleibt die innere wirtschaftliche Entwicklung. In deren Dienst stehen auch die Außen- und Sicherheitspolitik. Von Amerikas stärkerem Engagement im indo-pazifischen Raum erhofft sich Neu-Dehli vor allem Stabilität, sorgt
sich aber über dessen Implikationen – vor allem mit Blick auf China.

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Responsibility to Protect

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Libyen, Elfenbeinküste, Südsudan – in diesen Fällen berief sich der UN-Sicherheitsrat 2011 in seinen Resolutionen auf die Schutzverantwortung (R2P). Doch in Syrien und im Sudan geht das Morden bis heute weiter, die internationale Gemeinschaft kann sich nicht auf ein gemeinsames
Vorgehen einigen. Was sind Bilanz und Perspektiven der R2P?

Gegen den Strich

„Gefällt mir“ – nicht mehr

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Das politische Erwachen der russischen Generation Facebook

Den Musikerinnen der Punkband "Pussy Riot" wird ein absurder Prozess gemacht, der Antikorruptionskämpfer Alexei Nawalny ebenfalls vor Gericht gezerrt: Nach der Ämterrochade mit Dmitri Medwedew versucht Russlands Präsident Wladimir Putin, die Opposition einzuschüchtern und mundtot zu machen. Doch die Generation der Hightech-Unternehmer, IT-Ingenieure und Netzaktivisten wird sich nicht in Luft auflösen. Sie spricht für eine neue Mittelschicht, die ein anderes Russland will.

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