Die Post-Corona-Welt ist schon da
Was lernen wir aus der aktuellen Krise? Auf internationaler Ebene muss Globalisierung neu gestaltet werden, um die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ungleichgewichte zu überwinden. Und in Europa muss die EU als handlungsfähiger Akteur auftreten und ihr Modell der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten endlich voranbringen.
Gemeinsam für globale Gesundheit
In der aktuellen Coronakrise fordert nicht nur die WHO, sondern auch das Robert Koch-Institut zu weltweiter Zusammenarbeit auf. Denn öffentlicher Gesundheitsschutz ist Verpflichtung und Chance zugleich für globales Gestalten.
Wirtschaft als Waffe
Zölle, Investitionen, Infrastrukturmaßnahmen: Die Instrumente des globalen Mächtespiels haben sich verändert. Will Europa sich behaupten, muss es die Regeln der Geoökonomie lernen.
Populismus als Chance
Liberale Demokratien lassen sich langfristig nicht gegen ihre eigenen Bevölkerungen verteidigen. Deren Kritik muss Gehör finden und in zukunftsfähige Politik umgesetzt werden.
Vergiftete Freundschaft
Der transatlantische Austausch blüht, doch eine gute Nachricht ist das nicht. Deutschlands Rechte haben „ihr“ Amerika entdeckt – und einige Konservative machen gerne mit.
Wer Trump umarmt, braucht ein starkes Rückgrat
Die Europäer haben im vergangenen Jahr den Fokus darauf gelegt, dem US-Präsidenten zu schmeicheln. Es ist an der Zeit, mehr auf sich selbst zu schauen.
Wiederaufbau im Gazastreifen
Auch wenn der Trump-Plan international unterstützt wird, weist er viele Unzulänglichkeiten auf: vor allem fehlt die Perspektive auf einen palästinensischen Staat.
Drei Fragen an … Jochen Flasbarth
Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Der freundliche Drache
Soft Power ist längst offizieller Bestandteil der chinesischen Politik. Mit seinen kalkulierten Charmeoffensiven gewinnt Peking vor allem in Ländern des Globalen Südens an Einfluss.
Harte Zeiten für weiche Macht
Warum nur die Soft Power verhindern kann, dass die Welt vollends in eine Trumpsche Dystopie abgleitet.
Bücher des Jahres 2025
Geboren 1928 in Warschau, der Vater Diplomat. Als die Wehrmacht 1939 in Polen einfällt, ist die Familie in Montreal. Der junge Zbigniew („Zbig“) Brzeziński ist ein herausragender Student, er wird „Sowjetologe“, die US-Außenpolitik seine Leidenschaft: Harvard, Columbia, State Department – und schließlich das Weiße Haus, als Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter. Edward Luces brillante Biografie „Zbig“ ist dieses Jahr das am häufigsten genannte Buch, zudem gibt es viel Neues (und Altes) zu entdecken.
Bohrende Fragen
Der Wind im Nahen Osten hat sich gedreht. Doch trotz der Freilassung der letzten von der Hamas festgehaltenen israelischen Geiseln: Ein stabiler Frieden braucht mehr als Trumps 20-Punkte-Plan – das gilt sowohl für die Region als auch für Israel im Innern. Lange hat sich Netanjahus Regierung wenig um das Ansehen des Landes in der Welt geschert, aber sehr wohl versucht, dem eigenen Volk den Krieg in Gaza als einen moralischen zu verkaufen. Dass das zu Lasten der Pressefreiheit geschieht, ist kein Geheimnis. Dabei war das Verhältnis von Medien und Öffentlichkeit nie ganz einfach.