Neuordnung ohne Hegemon
Amerika und China werden die Weltordnung nicht allein prägen. Je verteilter die Macht, desto wichtiger werden gemeinsame Normen, offenere Institutionen – und Europas Gestaltungskraft.
Amerika und China werden die Weltordnung nicht allein prägen. Je verteilter die Macht, desto wichtiger werden gemeinsame Normen, offenere Institutionen – und Europas Gestaltungskraft.
Die transatlantische Ära endet, weil die überdehnten USA ihre Schutzrolle nicht mehr erfüllen wollen. Nun braucht Europa einen pragmatischen Realismus – flexible Partnerschaften in der Mitte statt nostalgischer Verklärung.
Nachgeben normalisiert, Verschweigen nützt der Rechten. Statt MAGA & Co hinterherzulaufen, brauchen die etablierten Parteien echte eigene Angebote – auch in einer Zeit nach Trump.
Trump ist Symptom, nicht Ursache gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Politische Institutionen können einst versprochene Sicherheit kaum noch gewährleisten. Wer die Demokratie erneuern will, muss Fortschritt und Teilhabe neu verbinden.
Drei Szenarien für den Westen: Weiterentwicklung, Bruch oder Neubeginn. Nur eine Partnerschaft aus Technologie und Handel hätte echten Bestand – das Klammern an den Status quo hilft so wenig weiter wie die schiere Angst vor Russland.
Eine Welt nach Trump: Warum universelle Rechte nicht preisgegeben werden dürfen, Europa endlich Machtpolitik beherrschen muss und die Künstliche Intelligenz binnen weniger Jahre zur entscheidenden Frage der Freiheit werden wird. Ein Interview mit Robert Habeck.
Der Niedergang der Vereinigten Staaten ist hausgemacht: Zölle, Schulden, Dysfunktion. Während Washington sich abschottet, lernt eine multipolare Welt, ohne die USA weiterzumachen.
Was, wenn wir aufhörten, auf die nächste Wahl in Washington zu starren? Eine Zeitreise ins Jahr 2040: saubere Luft über Delhi, ein Europa, das sich selbst verteidigt, Demokratien, die wieder Zukunft wagen. Eine bessere Welt war nie nur eine träumerische Utopie – oft war sie nur noch nicht überall angekommen.
Bei den Zwischenwahlen dreht sich fast alles um Donald Trump, sagt die Kommentatorin, Autorin und Washington-Korrespondentin des New Yorker. Ein Interview mit Susan Glasser.
Genf ist die Antithese zum amerikanischen Präsidenten – und wird damit zur Zielscheibe.
Grönlandkrise, Irankrieg und die Abwahl von Viktor Orbán zeigen: Einer dauerhaften, strukturellen Zusammenarbeit illiberaler Nationalisten in Demokratien steht ihr eigener Nationalismus im Weg. Das bedeutet keine Entwarnung für die liberale Demokratie, bietet aber Ansporn zu ihrer kreativen Verteidigung.
Wer wissen will, wie Berlin als Mittelmacht in einer ungeordneten Welt agiert, kann bei Bismarck nachsehen – von neuen Bündnissen und alten Mustern.
Was bei den Wahlen am 12. April in Ungarn entschieden wird, betrifft weit mehr als ein mitteleuropäisches Land. J.D. Vance, Marine Le Pen und andere versuchen, Orbán-Herausforderer Péter Magyar zu stoppen. Budapest wird zum Testfall für die globale Zukunft des Illiberalismus. Alles erinnert an das frühere West-Berlin, nur mit umgekehrten Vorzeichen und einem gewaltigen Unterschied.