Bildungslücken

Ausgabe #4/2009 - April

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Die Bildung des Menschen ist unantastbar

... und mehr als nur ein Wirtschaftsfaktor

Bildungssysteme vermitteln Qualifikationen. Aber Bildung ist weit mehr als der Erwerb von Zertifikaten: Sie ist ein Vehikel für soziale Integration und soll alle Menschen in die Lage versetzen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Bilanz der sechs Weltbildungsziele von Dakar allerdings zeigt, dass wir davon noch weit entfernt sind.

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Damit wir wissen, was wir tun

Warum Deutschland in Bildung und Ausbildung investieren muss

Autos kaufen keine Autos: So lautet das legendäre Diktum Henry Fords, der dafür plädierte, seinen Arbeitern höhere Löhne zu zahlen. Übertragen auf die heutige Wissensgesellschaft lautet die Losung: Jobs schaffen keine Jobs. Denn es ist die Qualität des Arbeitsangebots und nicht die Nachfrage des Marktes, die über die Zukunft der Arbeitswelt bestimmt.

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Wo sind die deutschen „Welterklärer“?

Wie wir den Wissenschaftsstandort Deutschland attraktiver machen können

Vom Braindrain zum Braingain: Was können wir tun, damit nicht immer mehr deutsche Studenten und Wissenschaftler dauerhaft ins Ausland abwandern? Der Wissenschaftsstandort Deutschland muss attraktiver gemacht werden: durch bessere Studieninhalte und Betreuung sowie mehr Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen, auch für Ausländer.

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Klasse auf Kosten der Masse?

Über Elite, Chancengleicheit und Auslandserfahrung

Die Bildungsdebatte ist in vollem Gange, an Expertenmeinungen, guten Ratschlägen und Kritik mangelt es nicht. Im IP-Gespräch diskutieren sechs Verteter der jungen Generation aus Europa und den USA über Lebensläufe und Leistungsdruck. Ein Perspektivwechsel.

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Es ist die Kultur, Dummkopf!

Warum Indien eine erfolgreiche Demokratie ist - und der Irak (noch) nicht

Kulturelle Werte, Einstellungen und Überzeugungen liegen nicht in unseren Genen. Sie werden in Elternhaus, Schule und Kirche erlernt und durch Medien und politische Visionäre vermittelt. Nur über die Erhöhung ihres kulturellen Kapitals können Gesellschaften gedeihen – und so den globalen Fortschritt vorantreiben.

Ein rüstiger Rentner

... auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld: die NATO

Zum 60. Geburtstag dringend gesucht: eine neue Vision für das transatlantische Bündnis. Vielleicht aber liegt die Zukunft der NATO gar nicht in einer weit ausgreifenden Aufgabe mit langfristiger und globaler Reichweite, sondern in einer viel bescheideneren Rolle. Nur welcher? Darüber diskutierten in der Heinrich Böll Stiftung u.a. Jürgen Trittin, NATO-Stratege Jamie Shea und die Politologen Dan Hamilton und Dmitri Trenin.
Internationale Politik stellt die wichtigsten Argumente vor.

Nicht nur Kollateralschäden

Was ein Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan für Folgen hätte

Die Anzahl der Anschläge wächst, von Stabilisierung keine Spur – Gründe, die Afghanistan-Mission für gescheitert zu erklären, gäbe es genug. Viel klüger aber wäre es, sich die Konsequenzen eines Abzugs vor Augen zu führen: für das westliche Bündnis, die deutsche Innenpolitik, die Bundeswehr und nicht zuletzt die Menschen in Afghanistan.

Kurswechsel mit Tücken

Mit der Annäherung an die Hamas verspielt die Türkei ihren Neutralitätsbonus

Engagement in der arabischen Welt, Vermittlung in regionalen Konflikten und Ambitionen als Regionalmacht – mit Amtsantritt der AKP-Regierung fand ein außenpolitischer Kurswechsel statt. Doch Ankaras Schulterschluss mit der Hamas widerspricht dem türkischen Selbstverständnis als ehrlichem Makler und gefährdet die Westorientierung.

Die Hölle vor Gericht

30 Jahre nach dem Sturz der Roten Khmer arbeitet Kambodscha ihre Verbrechen auf

Als erster Angeklagter muss sich Kaing Guek Eav, Leiter des berüchtigten Gefängnisses Tuol Sleng, vor einem neu geschaffenen Tribunal verantworten. Sein Verfahren ist die Generalprobe für den Prozess gegen vier Pol-Pot-Vertraute, der 2010 beginnen soll. Doch es wird schwierig und schmerzhaft werden, die lange verdrängte Vergangenheit ans Licht zu holen.