Krieg um Nahrung?

Ausgabe #11/2008 - November

Jüngstes Gericht

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Warum die Nahrungskrise den Niedergang unserer Kultur einläuten könnte

Schon viele Kulturen sind daran gescheitert, die Zeichen richtig zu deuten, die ihren eigenen Untergang ankündigten. Egal, ob auf persönlicher oder weltwirtschaftlicher Ebene: In der Regel planen wir die Zukunft, indem wir die Vergangenheit extrapolieren.

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Deines Nächsten Acker

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Ein neuer Kolonialismus: Ressourcen-arme Staaten kaufen weltweit Land auf

Insbesondere Unternehmen und Regierungen in Staaten, die den Hauptteil ihrer Lebensmittel importieren, wollen immer öfter Ackerboden außerhalb der eigenen Grenzen pachten oder kaufen. Saudi-Arabien durchkämmt die gesamte Erdoberfläche nach fruchtbarem Land: Sudan, Ukraine, Pakistan, Thailand. Die Vereinigten Arabischen Emirate suchen in Kasachstan und im Sudan; Südkorea hat angeblich Pläne in der Mongolei. Sogar China erwägt Investitionen in Südostasien.

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Hungern in der Kornkammer

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Der fruchtbare Kongo könnte ein Vorbild für Afrika sein – wenn Frieden herrschte

Jean Musakara erinnert sich noch, wie es war, bevor die Killer kamen. „Es ging uns gut in unseren Dörfern“, berichtet der kongolesische Bauer. „Wir hatten drei Mahlzeiten am Tag. Wir konnten es uns leisten, feste Häuser zu bauen und unsere Kinder auf die Oberschule zu schicken.“ Die Märkte waren voll, es gab lebhaften Handel mit der Provinzhauptstadt Goma und den Nachbarländern Uganda und Ruanda. Damals, das war Anfang der neunziger Jahre.

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Teure Tortillas

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Arme Bauern, hohe Importpreise – Mexico steckt in der Maiskrise

Um fast 50 Prozent sind die Preise für die wichtigsten Produkte des täglichen Lebens in Mexiko seit Ende 2006 gestiegen, so eine Studie der Bankengruppe Banamex vom Juli 2008. Besonders dramatisch ist der Anstieg beim Mais, Basis der Ernährung für rund 60 Prozent der Mexikaner. Als Ende 2006 das Kilo Tortilla auf einmal doppelt so viel kostete wie zwei Monate zuvor, versammelten sich in Mexiko-Stadt Zehntausende zu Protesten. Die Bilder der „Tortilla-Krise“ gingen um die Welt.

Die grenzenlose Sojadiktatur

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Wie der US-Konzern Monsanto die Nahrungsmittelproduktion kontrolliert

Wer die Saat und Ernte bestimmt, kontrolliert das Nahrungsangebot und schließlich den Menschen. Längst entscheiden nicht mehr die einheimischen Bauern selbst, was gepflanzt wird, sondern multinationale Agrarunternehmen, die ganz Südamerika mit genpatentierten Monokulturen überschwemmen. Mit fatalen Folgen für die lokale Ernährungssicherheit.

Hüterin des Saatguts

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Vandana Shivas friedlicher Feldzug für eine ökologische Landwirtschaft

In Indien wird sie verehrt wie ein Bollywoodstar: Vandana Shiva kämpft gegen Konzerne wie Monsanto, die mit ihrem Monopol die Äcker der Bauern kontrollieren und ihnen gentechnisch verändertes Saatgut aufzwingen wollen. Mit ihrer Umweltorganisation Navdanya hat sie in Indien Saatenbanken aufgebaut, über 1000 Reissorten und etliche Existenzen gerettet.

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Turbosaat oder Biodinkel?

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Wie ernähren wir die Welt? Zwei Lager streiten über Wege aus der Hungerkrise

Die Losung ist ausgerufen, über ihren Inhalt tobt ein erbitterter Streit: Ohne eine zweite Agrarrevolution wird die wachsende Weltbevölkerung nicht satt. Doch wie soll sie aussehen und wer soll sie steuern? Während die Verfechter der Gentechnologie auf Hochleistungspflanzen setzen, fordert der Weltagrarrat die Rückkehr zum naturnahen Anbau. Eine Debatte

Dumpingsünder

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Hühnerzüchter in Ghana gehen pleite, weil sie mit tiefgefrorenen Hähnchenteilen minderer Qualität aus Deutschland nicht konkurrieren können. Diese werden hochsubventioniert nach Ghana exportiert; auf dem deutschen Markt sind sie nur schwer absetzbar. Im Norden Ghanas stehen Kleinbauern vor dem Ruin, weil sie ihre Tomaten nicht an die lokale Tomatenmarkfabrik liefern können. Gebaut wurde die Fabrik einst mit Entwicklungsmitteln der GTZ und Investitionen von Unilever.

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Die Preise, die ich rief

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Die Zahl der Hungernden steigt weltweit. So hungern nach jüngsten Schätzungen der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) heute etwa 937 Millionen Menschen. Verantwortlich für diesen Anstieg sind in erster Linie die höheren Lebensmittelpreise. Zeit für globalisierungskritische und entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen, ihre Forderungen nach höheren Weltmarktpreisen für Agrarprodukte zu überdenken.

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Das Ende der Wall Street

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Die Finanzkrise und ihre Folgen werden Washingtons Politik auf Jahre prägen

Banken stürzen, die Börse fällt, der Staat wird zum Verstaatlicher: Die Zeit des ungebremsten Kapitalismus in den USA ist vorbei. Ihr neuer Präsident muss die Wirtschaft regulieren und eine Depression verhindern. Und den wohl wichtigsten Posten in seinem Kabinett besetzen: Denn über das Schicksal der Weltwirtschaft wird im amerikanischen Finanzministerium entschieden.

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