Krieg und Frieden

Ausgabe #6/2011 - November/Dezember

Asymmetrische Kriege, internationale Terrorismusbekämpfung, Anti-Piraterie-Einsätze: Neue Sicherheitslagen erfordern neue Streitkräfte. Doch wie reformiert man seine Armee, wenn gleichzeitig der Sparzwang das Handeln diktiert? Welche Truppe brauchen wir, was erhoffen sich die Bündnispartner? Ein Schwerpunkt zur Bundeswehrreform.

„Die Armee ist kein gepanzertes Technisches Hilfswerk“

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Interview mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière

Wie reformiert man seine Streitkräfte in Zeiten des Sparzwangs? Bundesverteidungsminister Thomas de Maizière erklärt im IP-Gespräch, warum sein Prinzip bei der Neuausrichtung der Armee „Breite vor Tiefe“ lautet, inwiefern solide Finanzpolitik heute Sicherheitspolitik ist und wann militärische Mittel zwar äußerstes, aber nicht erst letztes Mittel sind.

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Wie Goliath gewinnen kann

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Westliche Demokratien und ihr Einsatz in Kleinen Kriegen

Es gibt wieder Krieg! Aber nicht so wie bisher. Das globale Verantwortungs- und Sicherheitsbedürfnis des Westens werden sein Eintreten in komplexe Kleine Kriege unumgänglich machen. Die Staaten sind dazu heute willens und fähig. In Deutschland braucht es allerdings eine Neuorientierung der Bundeswehr – und der Gesellschaft.

Richtig rüsten

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Warum die Bundeswehr ein neues Beschaffungswesen braucht

Ein Kampfhubschrauber, der nicht kämpfen, ein Transporthubschrauber, der nicht transportieren kann, milliardenschwere Großprojekte, die um Jahre hinter dem Zeitplan zurückliegen – bei Deutschlands Rüstungsbeschaffungswesen liegt offensichtlich einiges im Argen. Was kann die Bundeswehrreform hier bewirken?

Alle Mann an Bord

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Warum die Zukunft der Bundeswehr auf dem Wasser liegt

Wer seine Armee modernisieren und gleichzeitig sparen will, muss Prioritäten setzen. Nur wo? Die Antwort: Für die Einsätze der Zukunft benötigt die Bundeswehr vor allem eine starke Marine – eine Binsenweisheit in einer Zeit, in der über 80 Prozent des Welthandels auf dem Seeweg erfolgen. Wann wird Berlin endlich beginnen, maritim zu denken?

Was für eine Truppe?

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Vier Bündnispartner zur strategischen Ausrichtung Deutschlands

Die Bundeswehr ist und bleibt eine Bündnisarmee, ihre Reform betrifft also auch Deutschlands militärische Partner unmittelbar. Was erhoffen sie sich von den deutschen Streitkräften? Wünsche, Gedanken und Anmerkungen aus britischer, französischer, polnischer und amerikanischer Sicht.

Der überforderte Hegemon

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Ziele und Grenzen deutscher Macht

Deutschland solle seine gewachsene internationale Verantwortung künftig stärker wahrnehmen, forderten in den vergangenen Tagen Bundespräsident Gauck, Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen unisono. Doch wie soll die neue Rolle Berlins aussehen? Dazu machten Thomas Kleine-Brockhoff und Hanns W. Maull im Herbst 2011 in der IP drei Vorschläge: Multilateralismus modernisieren, Partnerschaften anpassen, Europapolitik neu erfinden.

Paradoxon Deutschland

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Eine geoökonomische Macht in der Zwickmühle

Die Euro-Krise hat eine neue, bestimmende Bundesrepublik hervorgebracht. Die einstige Zivilmacht Deutschland wird zu einer geoökonomischen Macht. Der Druck, Wirtschaftswachstum vor nicht-wirtschaftliche außenpolitische Interessen zu stellen, wird größer. Das könnte zu Spannungen mit den westlichen Partnern führen.

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Die türkische AKP

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Für die einen ist sie eine verkappte Islamisten-Partei, die das Land in einen zweiten Iran verwandeln will. Für die anderen ist die türkische Regierungspartei AKP das, was die CDU für Deutschland ist: eine konservative Partei mit religiöser Basis. Welche Lesart ist die richtige? Oder greifen beide zu kurz? Sechs Thesen auf dem Prüfstand.

Gegen den Strich
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Unverwüstliche Muslimbruderschaft

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Düstere Aussichten für ein freies Ägypten und einen friedlichen Nahen Osten

Sie verfügt über ein höchst effizientes Rekrutierungssystem, ihre Mitglieder sind ideologiefest, engagiert und loyal, ihr politisches Netzwerk ist unübertroffen: Die Muslimbruderschaft dürfte zur stärksten politischen Kraft Ägyptens werden. Dennoch sollte die Europäische Union nicht aufgeben, weiter die demokratischen Kräfte im Umbruchstaat zu fördern.

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Vom Halbmond zum Dreieck

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Wie sich die Kräfte in Nahost verschieben

Der arabische Frühling hat die alten Modelle der Machtverteilung im Nahen Osten beerdigt. Ein neues, dynamisches Kräftedreieck, bestehend aus Ägypten, Saudi-Arabien und der Türkei, wird fortan die Geschicke der Region bestimmen. Doch bis auf wenige Punkte sind sich die neuen Führungsmächte alles andere als einig.

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Handel ja, Wandel nein

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Auch in Arabien ist Chinas Politik von wirtschaftlichen Interessen bestimmt

China ist im vergangenen Jahrzehnt zu einem wichtigen wirtschaftlichen Akteur im Nahen und Mittleren Osten avanciert, der die Region vor allem als Rohstofflieferant und Absatzmarkt nutzt. Politisch tritt Peking jedoch kaum in Erscheinung. Dem Westen könnte ein größeres chinesisches Engagement in der Krisenregion dabei nur recht sein.

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Die Konsequenz der Solidarität

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Auch nach 2014 braucht Afghanistan unser langfristiges Engagement

Die internationale Verpflichtung zu einem langfristigen Engagement nach dem Abzug der ISAF ist die politische Konsequenz unseres bisherigen Einsatzes. Die Internationale Afghanistan-Konferenz in Bonn muss deshalb Afghanistan und damit auch der Region die Gewissheit geben: Wir lassen euch nicht allein.

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