Europe Reloaded

Ausgabe #1/2012 - Januar/ Februar

Die Schuldenkrise hat den Systemfehler der EU offenbart: Die Währungsunion funktioniert nicht ohne vertiefte Integration. Auf dem Brüsseler EU-Gipfel wurde der Anfang für die politische Reprogram-mierung Europas gemacht – Neustart für den alten Kontinent.

Deutschland in der Europäischen Union

Wie schätzen Sie das Auftreten Deutschlands innerhalb der Europäischen Union in der derzeitigen Schuldenkrise ein?

IP
Veröffentlichungsdatum

Stunde der Entscheidung

Wie „Merkozy“ die Grundlagen eines neuen Europas schufen

Die Länder der Euro-Zone haben die dramatischsten Monate seit der Gründung der Gemeinschaftswährung durchlebt. Deutschland als größte Volkswirtschaft spielte bei der Stabilisierung eine Schlüsselrolle – und war zusammen mit Frankreich treibende Kraft einer völlig neuen Architektur der EU. Eine Rekonstruktion.

Autor*in/nen
IP
Veröffentlichungsdatum

Wir gehen dann schon mal vor

Wie viel Ungleichzeitigkeit verträgt Europa?

Krisen begleiten die Entwicklung der Europäischen Union seit jeher. Doch die jüngsten Ereignisse stellen das Projekt Europa ernsthaft auf die Probe. Die Union erfindet sich in der Krise neu. Sie hat keine andere Wahl. Ihr Gesicht wird am Ende dieses Prozesses ein anderes sein: Kerneuropa nimmt Gestalt an.

Autor*in/nen
IP
Veröffentlichungsdatum

Mit Konkurrenz aus der Krise

Warum Europa endlich anfangen muss, seinen Bürgern zu vertrauen

Europa wird nicht etwa an der Euro-Krise scheitern. Wenn es scheitert, dann daran, dass es seine Legitimation nie direkt von den Bürgern bezogen hat, für die es da ist. Was wir jetzt brauchen, ist ein politischer Wettbewerb auf gesamteuropäischer Ebene. Die Konstituierung eines europäischen Demos wäre ein großer Schritt Richtung Staatswerdung Europas.

Autor*in/nen
IP
Veröffentlichungsdatum

Modell für Milliarden

Das Friedensprojekt Europäische Union hat eine globale Dimension

Scheitert das Modell Europa? Diese Frage ist nicht nur für die EU selbst von Belang. Europas stärkstes außenpolitisches Pfund bleibt die Strahlkraft des eigenen Integrationsmodells. Wenn die Union zerbricht, wird der Nationalstaat als Ordungsmodell der Zukunft relegitimiert – eine gefährliche Entwicklung im Zeitalter auf- und absteigender Großmächte.

Autor*in/nen
IP
Veröffentlichungsdatum

Nach Abbottabad

Warum wir Pakistan alle Aufmerksamkeit schenken sollten

Das Aufspüren und die gezielte Tötung von Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden in Pakistan haben die Beziehungen des Landes zu den Vereinigten Staaten auf einen neuen Tiefpunkt gebracht. Dabei spielt Pakistan bei allen Zukunftsfragen der internationalen Politik eine zentrale Rolle. Der Westen muss mit dem Land im intensiven Gespräch bleiben.

Autor*in/nen
IP
Veröffentlichungsdatum

„Im Moment befinden wir uns in einer hochkritischen Phase“

Interview mit Elke Hoff, sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion

Die Bonner Afghanistan-Konferenz im Dezember 2011 stand unter keinem guten Stern. Pakistan sagte seine Teilnahme kurzfristig ab, nachdem bei einem Grenzzwischenfall 24 seiner Soldaten unter NATO-Feuer starben. Wie geht es nun weiter am Hindukusch? Elke Hoff erklärt im Gespräch mit der IP, warum sie die Gesamtlage so pessimistisch stimmt wie noch nie.

IP
Veröffentlichungsdatum

Wo Blut billiger als Mehl ist

Pakistan zwischen Terror und Moderne: Einblicke in ein verunsichertes Land

Pakistans Probleme sind überwältigend. Die Mehrheit der Menschen leidet unter den Folgen des Anti-Terror-Kampfes, der Inflation, der religiösen Intoleranz. Drei Porträts, drei Einblicke in die Komplexität des Landes: ein Waffenhändler in Peschawar, ein bisexueller Fernsehmoderator in Karatschi und der Minister für Minderheiten in Islamabad.

Autor*in/nen
IP
Veröffentlichungsdatum

Die Republikaner

Fünf Thesen auf dem Prüfstand

Steht Amerika vor einem Machtwechsel, weil Barack Obama angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise wohl kaum wiedergewählt wird? Wird ein Rechtspopulist Präsident, weil im republikanischen Lager die Tea Party die Kontrolle übernommen hat? Droht Isolationismus oder zumindest Desinteresse an Europa? Nicht so schnell.

Amerikas pazifisches Jahrhundert

Die Zukunft wird nicht in Afghanistan entschieden, sondern in Südostasien

Der asiatisch-pazifische Raum ist zum Motor der Weltpolitik geworden. Damit die Vereinigten Staaten Führungsmacht bleiben können, werden sie dort in Zukunft mehr ökonomische, diplomatische und strategische Ressourcen investieren müssen: die Neuformulierung der US-Außenpolitik.

Die Doktrin der Restauration

Wie Amerika seine Führungsmacht im 21. Jahrhundert sichern kann

Mit dem Satz, nach den Interventionen in Afghanistan und im Irak sei es nun an der Zeit, „Nation Building daheim“ zu betreiben, hat US-Präsident Barack Obama im Grunde eine neue außenpolitische Doktrin verkündet. Die Vereinigten Staaten müssen sich beschränken, um ihre wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Machtressourcen zu erneuern.

Autor*in/nen
IP
Veröffentlichungsdatum

Putins unnützes Spielzeug

Moskaus Eurasische Union ist Ausdruck geopolitischen Wunschdenkens

Der im Herbst 2011 angekündigte, zunächst wirtschaftliche Zusammenschluss von Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan ist ohne Zukunftsperspektive. Helfen würde Moskau – und Europa – nur eine engere Verbindung zwischen Russland und der EU.

Share