Schafft es Viktor Orbán noch einmal?
Ungarns Ministerpräsident strebt die vierte Amtszeit in Folge an. Doch sein Herausforderer Péter Magyar macht es ihm schwerer denn je.
Ungarns Ministerpräsident strebt die vierte Amtszeit in Folge an. Doch sein Herausforderer Péter Magyar macht es ihm schwerer denn je.
In Serbien kommt es seit Monaten zu Großdemonstrationen gegen das Regime von Aleksandar Vučić. Brüssel und Berlin sollten klar Position beziehen.
Die Europäische Union hat Bulgarien grünes Licht für den Beitritt zur Eurozone gegeben. Der wirtschaftliche Nutzen ist für Brüssel wie für Sofia eher gering – die politische Signalwirkung jedoch umso größer.
Zwei Männer, zwei Parteien: Die angespannte Beziehung zwischen Präsident und Premierminister schadet dem Land, das jedes Jahr von so vielen Touristen besucht wird. Dabei steht es drängenden Problemen gegenüber – der höchsten Inflationsrate im Euroraum, dem Umgang mit Arbeitskräften aus dem asiatischen Raum sowie dem schwierigen Verhältnis zum Nachbarn Serbien.
Ende des Jahres stehen Wahlen an: für die Nachfolge von Staatspräsident Klaus Iohannis und ein neues Parlament. Doch die Auswahl im demokratischen Spektrum Rumäniens ist gering, und rechtsextreme Parteien sind auf dem Vormarsch.
Serbiens Präsident ist ein Ausnahmepolitiker. Er bestimmt die Politik seines Landes – ob als Kriegsideologe wie einst oder als selbst ernannter europäischer Demokrat heute. Und aus Berlin erhält er viel Unterstützung.
Am Ratsvorsitz der Orbán-Regierung entzündet sich Kritik. Wichtiger aber ist die Frage, wie die EU mit einem Mitglied umgeht, das sich von rechtsstaatlichen Prinzipien löst.
Auf dem Balkan schwebt eine ungeklärte Frage im Raum: Hat Serbien versucht, Teile des Kosovo zu annektieren? Der Westen will vermitteln und den seit Jahren schwelenden Konflikt befrieden – scheitert aber an seiner eigenen Uneinigkeit.
Während die Türkei, China und Russland ihre Claims auf dem Westbalkan abstecken, investiert die EU in der Region viel – und erreicht wenig.
Kroatien hat formal die vier wirtschaftlichen Konvergenzkriterien erfüllt und wird Anfang 2023 den Euro einführen. Doch dieser ist kein Wundermittel – das Land muss vor allem seine Institutionen stärken, um mehr Wohlstand zu erreichen.
Unabhängige Medien sind für das Funktionieren freier und pluralistischer Gesellschaften unverzichtbar. Dass Ungarn damit große Probleme hat, ist bekannt – dass hier auch in Frankreich nicht alles zum Besten steht, weniger. Ein Vergleich.
Ohne zivilgesellschaftliches Engagement hätte Slowenien anders gewählt. Porträt einer Aktivistin für Demokratie.
Nicht nur infrastrukturell spielt Südosteuropa derzeit eine Schlüsselrolle. Auch politisch könnte die EU hier Verbündete gewinnen – wenn sie es klug anstellte.