Internationale Presse

Aller Anfang ist schwarz

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Ungarn erlebt den größten medienpolitischen Umbruch seit dem Ende des Staatssozialismus. Mit dem Machtwechsel 2026 hat sich die ungarische Medienlandschaft aus dem Würgegriff Viktor Orbáns gelöst, der Neuaufbau des öffentlichen Rundfunks nimmt Gestalt an. Beobachter im In- und Ausland begrüßen den Reformwillen der Tisza-Regierung, pochen aber zugleich auf weitreichendere Veränderungen. 

Autor*in/nen
Dora Diseri
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Aus Liebe zur Linie

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In Chile regiert seit März 2026 mit José Antonio Kast ein ultrarechter Präsident. Die chilenische Medienlandschaft präsentiert sich in ihrer Berichterstattung über die neue Regierung gespalten. Je nach politischer Ausrichtung verfolgen die Redaktionen unterschiedliche Strategien im Umgang mit Popularitätswerten, uneingelösten Wahlversprechen – und der Frage nach der eigenen Rolle im politischen Diskurs.

Autor*in/nen
Malte Seiwerth
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Dublins europäische Standortbestimmung

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Wenn Irland ab Juli für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, spricht vieles für eine stürmische Amtszeit. In den irischen Medien dominieren Zweifel, ob die Regierung der europäischen Führungsrolle gerecht werden kann. 

Autor*in/nen
Flor MacCarthy
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Vereint im Widerstand

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Frankreich bleibt innenpolitisch gespalten. Doch bei zwei Themen gibt es einen bemerkenswerten Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg: im Widerstand gegen US-Präsident Trump sowie gegen das EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten. Außerdem: Kommt es zu einem Machtkampf zwischen Le Pen und Bardella? 

Autor*in/nen
Michaela Wiegel
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Aussitzen auf Italienisch

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Mit einer Koalition aus EU-Skeptikern und Putin-Freunden war Giorgia Meloni im Herbst 2022 als Ministerpräsidentin Italiens angetreten. So schlimm wie befürchtet kam es dann nicht. Doch aus der Sicht der italienischen Medien fällt die Bilanz gemischt aus. Gefangen zwischen äußeren und inneren Koalitionszwängen, greift Meloni immer wieder auf eine politische Taktik zurück, die man in Deutschland gut kennt.

Autor*in/nen
Andrea Affaticati
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Bohrende Fragen

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Der Wind im Nahen Osten hat sich gedreht. Doch trotz der Freilassung der letzten von der Hamas festgehaltenen israelischen Geiseln: Ein stabiler Frieden braucht mehr als Trumps 20-Punkte-Plan – das gilt sowohl für die Region als auch für Israel im Innern. ­Lange hat sich Netanjahus Regierung wenig um das Ansehen des Landes in der Welt geschert, aber sehr wohl versucht, dem eigenen Volk den Krieg in Gaza als einen mora­lischen zu verkaufen. Dass das zu Lasten der Pressefreiheit geschieht, ist kein Geheimnis. Dabei war das Verhältnis von Medien und Öffentlichkeit nie ganz einfach.

Autor*in/nen
Agnes Fazekas
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Im Sog der Marktschreier

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Vom Ergebnis der Parlamentswahlen in Tschechien hängt ab, welcher Politikstil das Land künftig prägen wird. Der frühere Premierminister Andrej Babiš und seine populistische Partei setzen im Wahlkampf auf laute Versprechen – und könnten von der Ideenarmut der aktuellen Regierungsparteien und der schwindenden Unterstützung für die Ukraine-Hilfen in der Bevölkerung profitieren. 

Autor*in/nen
Kilian Kirchgeßner
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Kanada fährt die Ellbogen aus

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Premierminister Mark Carney will Donald Trump die Annexionsgelüste austreiben und den USA im Handelskonflikt die Stirn bieten. Dabei helfen sollen: europäische Partner, königlicher Beistand und sportliche Härte.

Autor*in/nen
Gerd Braune
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Wo bleibt der Sturm aufs Weiße Haus?

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Die Republikaner stramm auf Rechtskurs, die Demokraten in der Sinnkrise: Gibt es noch eine Opposition in den USA gegen den Wahnsinn der Regierung Trump? Amerikas Medien suchen und finden: Gegenwind. Doch er weht anders als erwartet.

Autor*in/nen
Kai Schnier
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Kalte Kohabitation in Kroatien

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Zwei Männer, zwei Parteien: Die angespannte Beziehung zwischen Präsident und Premierminister schadet dem Land, das jedes Jahr von so vielen Touristen besucht wird. Dabei steht es drängenden Problemen gegenüber – der höchsten Inflations­rate im Euroraum, dem Umgang mit Arbeitskräften aus dem asiatischen Raum sowie dem schwierigen Verhältnis zum Nachbarn Serbien. 

Autor*in/nen
Caroline Hornstein-Tomic
Maja Kurilic
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Stockender Machtwechsel

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Handwerkliche Fehler, eine schwierige Erblast und die Wahl von Donald Trump  zum US-Präsidenten überschatten den Start der britischen Labour-Regierung von Keir Starmer. Insbesondere die Haushalts- und Steuerpolitik steht in der Kritik.

Autor*in/nen
Torsten Riecke
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Rumänische Ränkespiele

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Ende des Jahres stehen Wahlen an: für die Nachfolge von Staatspräsident Klaus ­Iohannis und ein neues Parlament. Doch die Auswahl im demokratischen Spektrum Rumäniens ist gering, und rechtsextreme Parteien sind auf dem Vormarsch.

Autor*in/nen
Kathrin Lauer
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