Eine engere Verteidigungskooperation
Aus britischer Sicht sollte Deutschland die Glaubwürdigkeit seiner Führungsrolle in Europa weiter stärken – auch durch vertiefte militärische Zusammenarbeit.
Aus britischer Sicht sollte Deutschland die Glaubwürdigkeit seiner Führungsrolle in Europa weiter stärken – auch durch vertiefte militärische Zusammenarbeit.
Erleichterung, Enttäuschung und Sorge begleiten in Frankreich den deutschen Führungsanspruch in Europa. Dieser erfordert eine neue nationale Identität.
Berlin und Paris sollten ihre Sonderbeziehungen nutzen und europäische Handlungsspielräume für eine strategische Nahost-Politik ausloten.
Wenn Irland ab Juli für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, spricht vieles für eine stürmische Amtszeit. In den irischen Medien dominieren Zweifel, ob die Regierung der europäischen Führungsrolle gerecht werden kann.
Frankreichs Nukleardoktrin wird europäischer, einen Schutzschirm bietet sie nicht. Dazu müsste Paris seinen Verbündeten eine glaubhafte Sicherheitsgarantie geben.
Frankreich bleibt innenpolitisch gespalten. Doch bei zwei Themen gibt es einen bemerkenswerten Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg: im Widerstand gegen US-Präsident Trump sowie gegen das EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten. Außerdem: Kommt es zu einem Machtkampf zwischen Le Pen und Bardella?
Der globale US-Ordnungsanspruch schwindet. Gleichzeitig wächst das politische Engagement in Europa. In Frankreich dreht sich alles um die Präsidentschaftswahl 2027.
Ein Triumph von Nigel Farage und seiner Partei Reform UK wäre ein großer Sieg für die MAGA-Bewegung, die schon seit Längerem in London investiert. Er ist nicht undenkbar.
Ein zu allem entschlossener Imperialist im Kreml, ein unsicherer Kantonist im Weißen Haus: Die Zeiten für Europa waren schon mal besser. Wie können Paris und Berlin gemeinsam gegensteuern, welche Rolle spielen die Thinktanks beider Länder?
Vor 20 Jahren lehnte eine Mehrheit der Franzosen eine EU-Verfassung ab. Und heute? Zwei Europapolitikerinnen zeichnen den aktuellen französischen Blick auf die EU nach.
Dank Keir Starmer hat Europa bei den Ukraine-Verhandlungen einen Fuß in der Tür. Um noch mehr Führungskraft zu entwickeln, sollte sich London wieder enger an die EU binden.
In Paris hofft man auf eine Wiederbelebung der deutsch-französischen Beziehungen – und auf eine Bundesregierung, die in der Europapolitik mutig, kreativ, kooperativ und großzügig agiert.
Handwerkliche Fehler, eine schwierige Erblast und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten überschatten den Start der britischen Labour-Regierung von Keir Starmer. Insbesondere die Haushalts- und Steuerpolitik steht in der Kritik.