Die letzte Linie der Vernunft
Lehren aus der Geschichte ziehen oder Horrorszenarien für die Zukunft zeichnen? Zwei völlig unterschiedliche Bücher flehen um klügere Außenpolitik. Nur eins ist dabei erfolgreich.
Lehren aus der Geschichte ziehen oder Horrorszenarien für die Zukunft zeichnen? Zwei völlig unterschiedliche Bücher flehen um klügere Außenpolitik. Nur eins ist dabei erfolgreich.
Leo XIV. navigiert eine globale Kirche, deren demografisches Zentrum im Westen liegt, durch angespannte Zeiten. Mit einem ambitionierten Reiseprogramm und klaren Positionen zu Krieg und KI sucht der erste US-amerikanische Papst der Geschichte nach Wegen, sich in der Welt zu behaupten. Dabei setzt Leo auch auf die USA, scheut aber den Konflikt mit amerikanischen Zivilreligionen à la MAGA nicht.
Zur Sache: Ende 2024 wählten die Amerikanerinnen und Amerikaner Donald Trump zum zweiten Mal ins Weiße Haus. Dessen disruptive Politik bestimmt seitdem auch stark die Situation der Europäer, nicht zuletzt der Deutschen. Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November könnte das Pendel der Wählergunst in die andere Richtung ausschlagen.
Brüssel und Berlin müssen sich auf die neue Welt einstellen, warnt die Leiterin der Abteilung für EU- Angelegenheiten der International Crisis Group. Ein Interview mit Lisa Musiol.
Deutschland steht im Kreuzfeuer sich gegenseitig verstärkender Krisen, die über Grenzen hinweg wirken. Höchste Zeit für einen neuen deutschen Grundkonsens über Frieden und Sicherheit.
Europas Sahel-Politik braucht mehr Gesellschaftsdiplomatie, um wirklich wirksam zu sein. Die deutsche Außenpolitik kann dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Aus britischer Sicht sollte Deutschland die Glaubwürdigkeit seiner Führungsrolle in Europa weiter stärken – auch durch vertiefte militärische Zusammenarbeit.
Deutschlands Aufrüstung verändert die sicherheitspolitische Balance in Europa. In Polen sind die Befürchtungen groß. Das liegt auch an der deutschen Rhetorik.
Erleichterung, Enttäuschung und Sorge begleiten in Frankreich den deutschen Führungsanspruch in Europa. Dieser erfordert eine neue nationale Identität.
Bundeskanzler Friedrich Merz möchte innerhalb der Europäischen Union wieder mehr Verantwortung übernehmen. Dabei scheitert er allerdings an den eigenen Methoden.
Wie Berlin seine Verantwortung gegenüber Verbündeten, China und Russland ausbalanciert, wird über die Stabilität des europäischen Kontinents entscheiden.
Berlin hat den Anspruch, mehr Führung in Europa zu übernehmen, nur zum Teil eingelöst. Dennoch prägt Deutschland die europäische Verteidigung. Interview mit Claudia Major
Mit ihrem Rockstar-Image punktet Sanae Takaichi bei der Jugend Japans. Inhaltlich ist die Premierministerin allerdings eher der Vergangenheit verpflichtet. Und wenn es ihrem Land dient, erträgt sie sogar zwei ganze Abende mit Donald Trump.