Die letzte Linie der Vernunft
Lehren aus der Geschichte ziehen oder Horrorszenarien für die Zukunft zeichnen? Zwei völlig unterschiedliche Bücher flehen um klügere Außenpolitik. Nur eins ist dabei erfolgreich.
Lehren aus der Geschichte ziehen oder Horrorszenarien für die Zukunft zeichnen? Zwei völlig unterschiedliche Bücher flehen um klügere Außenpolitik. Nur eins ist dabei erfolgreich.
Fluten, Dürren, Waldbrände: Es scheint, als könne die Natur alles tun, um die Notwendigkeit beherzter Klimapolitik aufzuzeigen – das Thema hat dennoch keine Konjunktur. Doch da die Erderwärmung sich hartnäckig weigert, Pause zu machen, muss über Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung diskutiert werden. Vier Versuche.
Ungarn erlebt den größten medienpolitischen Umbruch seit dem Ende des Staatssozialismus. Mit dem Machtwechsel 2026 hat sich die ungarische Medienlandschaft aus dem Würgegriff Viktor Orbáns gelöst, der Neuaufbau des öffentlichen Rundfunks nimmt Gestalt an. Beobachter im In- und Ausland begrüßen den Reformwillen der Tisza-Regierung, pochen aber zugleich auf weitreichendere Veränderungen.
Die Bundesregierung will die deutschen Nachrichtendienste mit weitreichenden Befugnissen zur aktiven Gefahrenabwehr ausstatten. Der vorgelegte Gesetzentwurf sollte den Bundestag als Kontrollinstanz auf den Plan rufen.
Ausländische Einflussnahme gelingt dort, wo sie im Inland auf günstige Bedingungen trifft. Wirksame Abwehr beginnt daher schon weit vor dem Angriff.
Auch im großen Jubiläumsjahr der USA dominiert Donald Trump die Schlagzeilen. Doch wer das Land jenseits des täglichen Wahnsinns aus Washington verstehen will, muss sich mit den langen historischen Linien beschäftigen. Sechs Neuerscheinungen.
Wie konnte es zum Angriffskrieg Moskaus auf die Ukraine kommen, welchen Anteil haben Deutschland und Europa an der Entwicklung, und wie hat der Krieg Putins Reich selbst verändert? Vier Bücher werfen auf der Basis investigativer Recherchen und bislang unbekannter Archivmaterialien einen neuen Blick auf drei alte Fragen.
In Chile regiert seit März 2026 mit José Antonio Kast ein ultrarechter Präsident. Die chilenische Medienlandschaft präsentiert sich in ihrer Berichterstattung über die neue Regierung gespalten. Je nach politischer Ausrichtung verfolgen die Redaktionen unterschiedliche Strategien im Umgang mit Popularitätswerten, uneingelösten Wahlversprechen – und der Frage nach der eigenen Rolle im politischen Diskurs.
Eine Zeitschrift als Reservoir des Möglichkeitssinns – in gedankenlosen Zeiten der Ermüdung und Erschöpfung erfrischend und wertvoll. Das war nicht immer so.
US-Präsident Donald Trump ist ein Meister darin, Fußball, Eishockey oder Martial Arts für die eigenen Zwecke so lange zu instrumentalisieren, bis die Grenzen zwischen Sport und Politik verschwimmen. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bietet ihm jetzt die Gelegenheit, seine Visionen in die Weltöffentlichkeit zu tragen.
Ein Pro und Contra
Wenn Irland ab Juli für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, spricht vieles für eine stürmische Amtszeit. In den irischen Medien dominieren Zweifel, ob die Regierung der europäischen Führungsrolle gerecht werden kann.