Von Adenauer lernen
Wenn international alles in Bewegung gerät, ist für die Bundesrepublik „Westbindung“ oder „mehr Europa“ allein zu wenig. Plädoyer für eine realpolitische Bündnisarchitektur mit möglichst vielfältiger Absicherung.
Wenn international alles in Bewegung gerät, ist für die Bundesrepublik „Westbindung“ oder „mehr Europa“ allein zu wenig. Plädoyer für eine realpolitische Bündnisarchitektur mit möglichst vielfältiger Absicherung.
Der transatlantische Austausch blüht, doch eine gute Nachricht ist das nicht. Deutschlands Rechte haben „ihr“ Amerika entdeckt – und einige Konservative machen gerne mit.
Die Europäer haben im vergangenen Jahr den Fokus darauf gelegt, dem US-Präsidenten zu schmeicheln. Es ist an der Zeit, mehr auf sich selbst zu schauen.
World of Warcraft ist eine der profitabelsten Unternehmungen in der Geschichte der Videospielindustrie. In diesem Online-Rollenspiel erkunden Millionen von Spielern gleichzeitig eine virtuelle Welt, treffen andere Spieler, erfüllen Aufgaben und bekämpfen Monster. Was hat World of Warcraft mit Politik zu tun? Weit mehr, als man denkt.
Die tiefgreifenden Veränderungen im transatlantischen Verhältnis sind nicht nur Folgen einer Präsidentschaftswahl. Es geht um einen systemischen Wandel, um einen Clash der Philosophien. Die Wucht der Überzeugungen auf beiden Seiten macht diesen Moment so einzigartig gefährlich.
Angeblich ein „Meer des Friedens“ in sowjetischen Zeiten, ist die Ostsee spätestens seit 2014 Brennpunkt geopolitischer Spannungen. Historische Erfahrungen der östlichen Anrainerstaaten Polen, Litauen, Estland und Lettland prägen heute das Handeln ihrer Regierungen. Deutschland sollte sich dessen stärker bewusst werden – und die richtigen Schlüsse ziehen, wenn es um das militärische Erstarken Europas geht.
Trump richtet die Außenpolitik der USA radikal neu aus. Das alte transatlantische Bündnis scheint zu Ende. Trotzdem: Wo immer möglich, sollte Europa mit Amerika kooperieren.
Dank Keir Starmer hat Europa bei den Ukraine-Verhandlungen einen Fuß in der Tür. Um noch mehr Führungskraft zu entwickeln, sollte sich London wieder enger an die EU binden.
Neo-Imperialismus und Über-alles-Nationalismus, ein radikaler Systemsprenger und aggressiver Allianzumkehrer: Wie Europa Trump 2.0 verstehen und auf ihn antworten sollte.
Dass die Trump-Regierung die Nähe Moskaus sucht, sei schwer verständlich, sagt der frühere US-General Ben Hodges. Die Europäer sollten aber in der Lage sein, Russland abzuschrecken. Dazu müssten sie ihre Schwächen bei der Luftverteidigung, der Rüstungsproduktion und beim Transportwesen beseitigen. Ein Interview mit Ben Hodges.
Mitglieder der zweiten Trump-Regierung halten mit ihrer Gering- schätzung Europas selten hinter dem Berg, in internen Diskussionen wie in den im März öffentlich gewordenen Chats über einen Militärschlag gegen die Huthis („Signalgate“) schon gar nicht. Sie sehen Europäer als „Trittbrettfahrer“, die die USA ökonomisch ausnutzen.
Angesichts der brachialen Durchsetzungspolitik von US-Präsident Donald Trump bedarf es einer neuen europäischen Realpolitik, die auf Pragmatismus und Flexibilität statt auf Verlässlichkeit und Bündnistreue setzt. Dabei geht es nicht darum, die Welt beherrschen zu wollen, sondern sich in ihr behaupten zu können.
Die Friedensordnung der Nachkriegszeit mitsamt ihren normativen Grundlagen wird derzeit aktiv revidiert – auch von ihrer historischen Schutzmacht. Deutschland gilt Trumps Amerika als Europas Sollbruchstelle.