Deutschland nach der Pax Americana
Wer wissen will, wie Berlin als Mittelmacht in einer ungeordneten Welt agiert, kann bei Bismarck nachsehen – von neuen Bündnissen und alten Mustern.
Wer wissen will, wie Berlin als Mittelmacht in einer ungeordneten Welt agiert, kann bei Bismarck nachsehen – von neuen Bündnissen und alten Mustern.
Was bei den Wahlen am 12. April in Ungarn entschieden wird, betrifft weit mehr als ein mitteleuropäisches Land. J.D. Vance, Marine Le Pen und andere versuchen, Orbán-Herausforderer Péter Magyar zu stoppen. Budapest wird zum Testfall für die globale Zukunft des Illiberalismus. Alles erinnert an das frühere West-Berlin, nur mit umgekehrten Vorzeichen und einem gewaltigen Unterschied.
Um nicht zum Spielball der Großmächte zu werden, muss sich Europa mit transformativer Kraft an die entstehende machtbasierte Ordnung anpassen.
Eine europäische Politik der Eigenständigkeit ist dringend notwendig, denn die Trump-Regierung bricht mit 80 Jahren amerikanischer Außenpolitik.
Wenn international alles in Bewegung gerät, ist für die Bundesrepublik „Westbindung“ oder „mehr Europa“ allein zu wenig. Plädoyer für eine realpolitische Bündnisarchitektur mit möglichst vielfältiger Absicherung.
Der transatlantische Austausch blüht, doch eine gute Nachricht ist das nicht. Deutschlands Rechte haben „ihr“ Amerika entdeckt – und einige Konservative machen gerne mit.
Die Europäer haben im vergangenen Jahr den Fokus darauf gelegt, dem US-Präsidenten zu schmeicheln. Es ist an der Zeit, mehr auf sich selbst zu schauen.
World of Warcraft ist eine der profitabelsten Unternehmungen in der Geschichte der Videospielindustrie. In diesem Online-Rollenspiel erkunden Millionen von Spielern gleichzeitig eine virtuelle Welt, treffen andere Spieler, erfüllen Aufgaben und bekämpfen Monster. Was hat World of Warcraft mit Politik zu tun? Weit mehr, als man denkt.
Die tiefgreifenden Veränderungen im transatlantischen Verhältnis sind nicht nur Folgen einer Präsidentschaftswahl. Es geht um einen systemischen Wandel, um einen Clash der Philosophien. Die Wucht der Überzeugungen auf beiden Seiten macht diesen Moment so einzigartig gefährlich.
Angeblich ein „Meer des Friedens“ in sowjetischen Zeiten, ist die Ostsee spätestens seit 2014 Brennpunkt geopolitischer Spannungen. Historische Erfahrungen der östlichen Anrainerstaaten Polen, Litauen, Estland und Lettland prägen heute das Handeln ihrer Regierungen. Deutschland sollte sich dessen stärker bewusst werden – und die richtigen Schlüsse ziehen, wenn es um das militärische Erstarken Europas geht.
Trump richtet die Außenpolitik der USA radikal neu aus. Das alte transatlantische Bündnis scheint zu Ende. Trotzdem: Wo immer möglich, sollte Europa mit Amerika kooperieren.
Dank Keir Starmer hat Europa bei den Ukraine-Verhandlungen einen Fuß in der Tür. Um noch mehr Führungskraft zu entwickeln, sollte sich London wieder enger an die EU binden.
Dass die Trump-Regierung die Nähe Moskaus sucht, sei schwer verständlich, sagt der frühere US-General Ben Hodges. Die Europäer sollten aber in der Lage sein, Russland abzuschrecken. Dazu müssten sie ihre Schwächen bei der Luftverteidigung, der Rüstungsproduktion und beim Transportwesen beseitigen. Ein Interview mit Ben Hodges.