Die letzte Linie der Vernunft
Lehren aus der Geschichte ziehen oder Horrorszenarien für die Zukunft zeichnen? Zwei völlig unterschiedliche Bücher flehen um klügere Außenpolitik. Nur eins ist dabei erfolgreich.
Lehren aus der Geschichte ziehen oder Horrorszenarien für die Zukunft zeichnen? Zwei völlig unterschiedliche Bücher flehen um klügere Außenpolitik. Nur eins ist dabei erfolgreich.
Fluten, Dürren, Waldbrände: Es scheint, als könne die Natur alles tun, um die Notwendigkeit beherzter Klimapolitik aufzuzeigen – das Thema hat dennoch keine Konjunktur. Doch da die Erderwärmung sich hartnäckig weigert, Pause zu machen, muss über Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung diskutiert werden. Vier Versuche.
Auch im großen Jubiläumsjahr der USA dominiert Donald Trump die Schlagzeilen. Doch wer das Land jenseits des täglichen Wahnsinns aus Washington verstehen will, muss sich mit den langen historischen Linien beschäftigen. Sechs Neuerscheinungen.
Wie konnte es zum Angriffskrieg Moskaus auf die Ukraine kommen, welchen Anteil haben Deutschland und Europa an der Entwicklung, und wie hat der Krieg Putins Reich selbst verändert? Vier Bücher werfen auf der Basis investigativer Recherchen und bislang unbekannter Archivmaterialien einen neuen Blick auf drei alte Fragen.
Seit gut zwei Jahrzehnten befindet sich das globale Mächtespiel im permanenten Umbruch. Wie können Deutschland und Europa verhindern, dabei auf der Strecke zu bleiben? Antworten von Volker Perthes, Jörg Lau, Roderich Kiesewetter und Jana Puglierin.
Zwei Neuerscheinungen widmen sich den aggressiven Strategien der Diktaturen in Peking und Moskau – und der naiven Sorglosigkeit bei uns.
Zwei neue Bücher rücken die enge Beziehung von Wirtschaft und Politik in den Fokus der Zukunftsdebatten. Sie zeigen, wie Amerika dank ökonomischer Kriegsführung seinen unipolaren Moment verlängert, und weisen Wege aus der ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Malaise des Westens.
Über viele Jahre hatte das Diktum „Er mag ein Bastard sein, aber er ist unser Bastard“ im Westen keine gute Presse, heute feiert es als „neuer Transaktionalismus“ eine Renaissance. Doch enthebt uns das der Pflicht, genauer hinzuschauen? Drei Neuerscheinungen zu Recep Tayyip Erdoğans Türkei.
Die größten Herausforderungen für ein friedliches Miteinander in Nahost liegen nicht in den Beziehungen der Staaten, sondern auf der Ebene der gesellschaftlichen Versöhnung. Vier Neuerscheinungen vermitteln ein Gefühl für eine mögliche Zukunft der Region.
Leben wir in einem Interregnum, zwischen einer Epoche des Glücks und des Wohlstands und einer Phase, die von Unordnung und Gewalt bestimmt ist? Zwei Neuerscheinungen, eine dunkle Vorahnung: Besonders angenehm wird’s nicht.
Geboren 1928 in Warschau, der Vater Diplomat. Als die Wehrmacht 1939 in Polen einfällt, ist die Familie in Montreal. Der junge Zbigniew („Zbig“) Brzeziński ist ein herausragender Student, er wird „Sowjetologe“, die US-Außenpolitik seine Leidenschaft: Harvard, Columbia, State Department – und schließlich das Weiße Haus, als Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter. Edward Luces brillante Biografie „Zbig“ ist dieses Jahr das am häufigsten genannte Buch, zudem gibt es viel Neues (und Altes) zu entdecken.
Zwei aktuelle China-Bücher, zwei Gründe, sich große Sorgen zu machen. Ihre Autoren schildern, was denen geschieht, die in der zutiefst repressiven Volksrepublik nicht „auf Linie“ sind, und machen deutlich, was dem demokratischen Inselstaat Taiwan drohen könnte.