Geschichte

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Artikel zum Thema

Wladimirs Wahrheiten

Russlands Präsident Putin nutzt und manipuliert die Geschichte für seine aggressive Politik. Verstärkt versucht er auch, das Holocaust-Gedenken zu ver- einnahmen. Wer dagegen angehen will, muss sich jedoch selbst strikt an die historische Wahrheit halten.

Rubrik

Vernarrt in die Vergangenheit

Die Wurzeln des Putinismus reichen bis in die neunziger Jahre zurück

Das heutige Russland ist kein von Wladimir Putin geschaffenes Konstrukt, sondern das Produkt einer Entwicklung seit dem Zerfall der Sowjetunion. Der Aufstieg eines Wirtschaftssystems, das weder Wettbewerb noch Innovation bieten kann, war genauso unvermeidbar wie die Rückkehr zur imperialistischen Außenpolitik.

Kalter Krieg, mon amour

Warum zelebrieren Film und Fernsehen die Sehnsucht nach der Zeit vor 1989?

Saurer Regen, Atomtod, Raketen, Stellvertreterkriege, Mauer, WGs, Thatcher, Strauß, Aids, Karottenhosen, Duran Duran, Nena und „No Future“ – wer den Kalten Krieg ohne Koks miterlebt hat, weiß: Richtig Spaß gemacht hat das nicht. Woher also die gegenwärtige Nostalgiewelle von „Bridge of Spies“ bis „Deutschland 83“?

Geschichte als Waffe

Der Kreml instrumentalisiert die Vergangenheit – gegen seine Nachbarn

Für die meisten Russen findet der Krieg in der Ukraine nur im Fernsehen statt – und dennoch glauben sie, an der Seite der „Guten“ einen archetypischen, patriotischen Kampf gegen den Faschismus auszufechten. Das ist der Erfolg einer Geschichtspolitik, die alles Tragische verbannt und Russland zum alleinigen Kämpfer für die Gerechtigkeit stilisiert.

Am Rande Europas

Russland, die Ukraine und die Zukunft des europäischen Projekts

Scheitert Europa – in Griechenland, in der Ukraine? Ja, rufen Russlands Medien hoffnungsfroh. Nein, dürfte die realistische Antwort sein – noch nicht. Doch die EU sucht weiter nach Antworten auf ihre existenziellen und demokratischen Probleme und auf die Frage, was Europa ausmacht. Vielleicht hilft ein Blick in die Ostukraine: nach Charkiw.

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Geschichte ist Ereignis

Deshalb ist es so schwer, das Richtige aus ihr zu lernen

Die Deutschen lieben ihre Gedenkkultur. Aber macht sie überhaupt Sinn? Oder ist sie nur eine bequeme Möglichkeit, sich gegen Bekanntes zu wappnen? Vielleicht lernt man am ehesten aus der Geschichte, wenn man sich der Kontingenz und der Widerrufbarkeit von allem und jedem stets bewusst bleibt. Die aktuelle Weltlage bietet dazu Anlass genug.

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Essay
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Zwischen Hitler und Stalin

Eine westöstliche Spurensuche nach den Tiefenschichten von „89“

Wie hat sich die totalitäre Erfahrung in Osteuropa auf die Menschen, namentlich die jüdische Bevölkerung ausgewirkt? Um das heraus-zufinden, hat sich Marci Shore nach dem Umbruch von 1989 auf die Reise gemacht. Am Ende steht ein Kaleidoskop bitterer Jahrhunderterfahrungen, im Lichte derer die Herausforderungen von heute beherrschbar erscheinen.

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Buchkritik
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