IP-Forsa-Frage

24. Febr. 2025

Die wichtigsten außenpolitischen Aufgaben für die neue Regierung: Europa, Verteidigung, Klima

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Bild: Grafik der Forsa-Ergebnisse 02/2025

Den Zusammenhalt Europas weiter zu stärken: Das ist für eine Mehrheit von 57 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger die oberste außenpolitische Priorität für die nächste Bundesregierung – eine Steigerung um 5 Prozentpunkte im Vergleich zu Ende 2023, als wir diese Frage zuletzt stellten. Am zweitwichtigsten finden die Befragten, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen: 38 Prozent sprechen sich dafür aus (diese Antwortoption wurde beim letzten Mal nicht angeboten). Der weltweite Einsatz für mehr Klimaschutz verliert dagegen für die Befragten an Wichtigkeit: 26 Prozent nennen ihn als Priorität, vor gut einem Jahr waren es noch 35 Prozent. Das Ziel, den Einfluss autoritärer Staaten zu begrenzen, findet mit 20 Prozent noch weniger Unterstützung als zuvor (32 Prozent), während die Zustimmung für das Anliegen, die Hilfe für die Ukraine auszuweiten, leicht von 14 auf 17 Prozent gewachsen ist.


Mit Blick auf die politische Orientierung fällt auf, dass Wählerinnen und Wähler der Grünen mit 79 Prozent die Stärkung des Zusammenhalts Europas besonders stark befürworten; für AfD-Anhänger spielt das mit 36 Prozent eine vergleichsweise geringe Rolle. Unterstützer der Grünen und der Linken halten zudem das Ziel einer höheren Verteidigungsfähigkeit mit nur 9 beziehungsweise 8 Prozent Zustimmung für deutlich weniger wichtig als der Durchschnitt.