Die Entdeckung Afrikas

Ausgabe #6/2016 - Novemer/Dezember

Der Economist sprach einst provozierend vom „hoffnungslosen Kontinent“ – nun entdeckt ihn Berlin als Betätigungsfeld europäischer Politik ersten Ranges. Was ist nötig, um die Länder südlich der Sahara zu stabilisieren und Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen?

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Einsatz für Afrika

Sollte sich Deutschland stärker in Afrika engagieren?
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Migration, Sicherheit, Wirtschaft

Afrika wird zu einer Priorität der deutschen und europäischen Politik

Der Blick deutscher Politiker richtet sich immer stärker auf Afrika. Denn die Globalisierung fördert die Sorgen, dass alle Entwicklungen im Süden auch direkte Auswirkungen auf Europa haben werden. ­Afrika rückt ins Zentrum der Regierungspolitik – sowohl für die Bundeskanzlerin als auch für die Europäische Union; es wird Chefthema.

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Hilfe zur Entwicklung

Europa muss handeln, damit Afrika ein „Kontinent der Zukunft“ werden kann

Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten. Von außen kann dies niemand tun. Aber Europa sollte und kann jene Staaten unterstützen, die demokratische Strukturen aufbauen und in die Jugend investieren – und endlich seine desaströse Handelspolitik beenden. Ein Auszug aus dem soeben erschienenen Buch „Die neue Völkerwanderung“.

Nicht nur Durchgangsstation

Der Drogenhandel in Westafrika muss durchdachter bekämpft werden

Wohl wird nur ein Bruchteil des weltweit geschmuggelten Kokains in Westafrika umgeschlagen. Die erzielten Umsätze übersteigen aber die Budgets mancher Staaten. Eine intelligentere Antidrogenpolitik müsste sich auf die Bekämpfung der Folgen in den einzelnen Ländern konzentrieren. Dafür braucht Westafrika die Hilfe seiner Partner.

Auf den Spuren von Boko Haram

Eine Reise in den Norden Kameruns offenbart das ganze Ausmaß der Krise

Immer und immer wieder attackierte die dschihadistische Boko Haram auch kamerunisches Territorium, vor allem in der Region des „Hohen Nordens“. Dann begann die Armee mit einer Gegenoffensive. Die Miliz konnte sie damit zwar schwächen – aber nicht besiegen. Eine Reportage aus dem Grenzland zwischen Kamerun und Nigeria.

So funktioniert präventive Diplomatie

Es werden dringend Fortschritte in der Früherkennung von Krisen gebraucht

Die Berichte der International Crisis Group aus Krisengebieten erlauben es, Schlussfolgerungen über die Früherkennung von Konflikten zu ziehen. Sie fordern kontinuierliches politisches Engagement, mehr Beachtung der Peripherie und mehr Autonomie für Diplomaten vor Ort – damit vorhersehbare Krisen uns künftig nicht mehr „überraschen“.

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Rette sich, wer kann

Bessere Frühwarnung allein führt nicht zu besserer Krisenprävention

Trotz konzeptioneller und technischer Fortschritte bei der Informationsgewinnung ist es heute immer noch sehr schwierig, Erkenntnisse in politisches Handeln zu übersetzen, um Krisen zu bewältigen. Denn wo Unklarheit über Interessen und Ziele möglicher Handlungsoptionen herrscht, kann es keine konzertierte Aktion geben.

Cyberwar

Sechs Thesen auf dem Prüfstand

Die Debatte über virtuelle Kriege pendelt häufig zwischen Hysterie und völliger Unterschätzung der Gefahren. Sind Hackerangriffe und massenhafter Datendiebstahl bereits Kriegsakte? Lassen sie sich einem Aggressor eindeutig zuordnen? Und wie gut ist gerade Deutschland gerüstet? Sechs Thesen auf dem Prüfstand.

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Gegen den Strich
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Globalismus versus Nationalismus

Die sicherheitspolitischen Vorstellungen von Hillary Clinton und Donald Trump

Unterschiedlicher könnten die Positionen nicht sein: Hillary Clinton möchte die Führungsposition der USA in der internationalen ­Ordnung sowohl diplomatisch als auch militärisch wieder ausbauen. ­Donald Trump ist Nationalist, sein Auftreten geprägt von Desinteresse und Unkenntnis der Wechselwirkungen internationaler Politik.

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