Halbzeit im Krisenjahrzehnt: Was kann Deutschland dazu beitragen, dass 2026 besser wird?

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Krieg in der Ukraine, ein brüchiger Waffenstillstand in Nahost, Wirtschaftsstreit mit China, dazu Dauerkatastrophen wie der Klimawandel: Wer Anfang 2025 gehofft hatte, dass auch nur eine dieser Krisen am Ende des Jahres annähernd überwunden wäre, ist enttäuscht worden.

Die außenpolitische Lage, die Deutschland im Dezember 2025 vorfindet, beschreibt der IP-Kolumnist und außenpolitische Korrespondent der ZEIT in Berlin Jörg Lau in seinem neuen Buch so: Amerika werde „als Schutzmacht unzuverlässig“, Russland sei „zum Feind geworden, der routinemäßig mit der atomaren Vernichtung droht“. Israel reagiere „nur noch genervt auf freundschaftliche Mahnungen aus Berlin“ und setze auf Stärke um jeden Preis, und China mache „unsere Abhängigkeit zur Waffe“. Laus Buch „Der Westen sind jetzt wir. Von unzuverlässigen Freunden und entschlossenen Gegnern: Deutschlands neue Verantwortung“ erscheint im März 2026 bei Droemer Knaur.

Deutschland ist sicherheitspolitisch auf sich gestellt wie noch nie, so Lau. Zugleich werde deutsche Führung erwartet, denn: „Ohne das reichste Land des Kontinents ist Europas zentrale Aufgabe der kommenden Jahre nicht zu bewältigen – vom Westen zu retten, was zu retten ist.“ Wie Berlin in dieser Situation handeln muss und warum Lau „nicht verzagt“ ist, was die Zukunft Deutschlands und Europas angeht: Über diese und andere Fragen diskutieren wir mit unserem Kolumnisten und mit Ihnen.

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