Martin Bialecki im Gespräch mit Dr. Patrick Keller
Es waren nur zwei Worte, mit denen Friedrich Merz Mitte August eine hitzige Debatte in Deutschland auslöste. Man müsse für einen Friedensschluss in der Ukraine über Sicherheitsgarantien sprechen, so der Bundeskanzler, bis hin zur Frage „mandatspflichtiger Beschlüsse“ – Synonym für eine Beteiligung der Bundeswehr, weil das Parlament in einem solchen Fall zustimmen müsste. Doch ob es um Waffenlieferungen, Wehrpflicht oder gar deutsche „boots on the ground“ in der Ukraine geht, eines ist klar: Das „über Jahrzehnte gepflegte Prinzip des ‚Sich-Freikaufens‘“ werde künftig „nicht mehr genügen, um in der neuen Lage zu bestehen“, schreibt Dr. Patrick Keller, Leiter des Zentrums für Sicherheit & Verteidigung der DGAP, in der aktuellen IP. Was muss Deutschland jetzt tun, wie lässt sich der dafür notwendige politische Rückhalt in der Bevölkerung schaffen? Welche Unterstützung braucht die Ukraine vor dem vierten Kriegswinter? Wie kann der Weg zu einem Frieden aussehen und was können Deutschland und Europa dazu beitragen?