Perspektiven

23. Febr. 2026

Italien als strategischer Partner

Äußerer Druck, gleiche Interessen – Rom und Berlin  können 2026 zu „ihrem Jahr“ machen: für ein handlungsfähiges, stabiles ­Europa. Wann, wenn nicht jetzt? 

Thomas Bagger
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Bild: Merz steht neben Meloni beim Staatsempfang in Rom
Blühen hier nicht nur die Zitronen, sondern auch berechtigte Hoffnungen auf ein neues Verhältnis? Die deutsch-italienischen Regierungskonsultationen im Januar in Rom fanden in großer Vertrautheit statt.
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Über Italien muss man den Deutschen nichts erzählen. Sie stellen mit Abstand die größte Gruppe der Touristen, die Italien jährlich besuchen – von Südtirol bis Sizilien. Wir wissen: Italien war Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, als eine der drei großen Volkswirtschaften des Binnenmarkts. Und lieben tun wir es natürlich auch, das „Sehnsuchtsland“ der Deutschen seit Goethes „Italienischer Reise“ vor nun 240 Jahren. Wer nach Rom geht, dem ist der Neid der Kollegenschaft gewiss – ich spreche aus Erfahrung.

Wer also könnte mehr von Italien verstehen als wir …? Und doch: Bei aller Nähe, aller Zuneigung und allem Wissen ist der Blick aufeinander bisweilen irritierend klischeegeprägt. Die strukturellen Ähnlichkeiten, die der gefühlten Nähe zugrunde liegen, sind wenig bekannt. Die unterschiedliche Art, dem Leben gegenüberzutreten, wird geschätzt, aber oft missverstanden. Italiens Politik war für deutsche Gemüter oft unübersichtlich, wechselhaft und volatil. In Italien darf in keiner Rede die Selbstbeschreibung von der „zweitgrößten Industrienation Europas“ fehlen. In Deutschland wissen das nur die wenigen Italien-Experten. So gilt Italien in unserem Diskurs weithin als liebenswertes Land und kulturelle Supermacht, das aber politisch-ökonomisch unter seinen Möglichkeiten bleibt. Das Netz deutscher Kultur- und Wissenschaftsinstitute in Italien ist weltweit einmalig. Aber in den meisten deutschen Buchhandlungen muss man Werke zu italienischer Politik und Zeitgeschichte neben den Metern an Reiseliteratur mit der Lupe suchen. 

Dabei gibt es südlich der Alpen Neues zu entdecken. Seit Oktober 2022 führt mit Giorgia Meloni erstmals in der Nachkriegsgeschichte eine Frau die Geschicke der italienischen Regierung. Die anfänglichen Sorgen über die Programmatik ihrer Fratelli d’Italia angesichts ihrer ideologischen Wurzeln in der postfaschistischen Bewegung sind seitdem weithin einem wachsenden Respekt gewichen für eine überwiegend geräuscharme Regierungsarbeit, die Italien ungewöhnliche Stabilität beschert und das Land aller früheren europaskeptischen Rhetorik zum Trotz an das Zentrum der europäischen Politik herangeführt hat.

Italien verdient aus Deutschland einen frischen Blick; es gibt Neues zu entdecken

Als Vorsitzende des Ministerrats managt Meloni nicht nur eine heterogene Dreierkoalition mit der Ex-Berlusconi-Partei Forza Italia unter Außenminister Antonio Tajani und der rechtspopulistischen Lega unter Infrastrukturminister Matteo Salvini. Erreicht sie den September 2026, woran in Rom kaum jemand zweifelt, dann wird sie die am längsten amtierende italienische Regierung der Nachkriegszeit führen. Sie hält das Land gemeinsam mit Finanzminister ­Giancarlo Giorgetti (Lega) auf einem Kurs fiskalischer Stabilisierung, der die Spreads italienischer Staatsanleihen auf das niedrigste Niveau seit der Eurokrise gesenkt hat. Die Ratingagenturen haben diesen Stabilitätskurs Ende 2025 mit der ersten Hochstufung der Bonität Italiens seit 23 Jahren gewürdigt. In diesem Jahr will die Regierung das Defizitverfahren der EU-Kommission verlassen. Europa erweist sich für Italien auch in der jüngsten Phase der Neuformierung seiner politischen Kräfte als wirkmächtiger und letztlich bestimmender Horizont. 

Außenpolitisch hat Melonis Regierung von Beginn an konsequent die Ukraine gegen Russlands Aggression unterstützt. Ein Kurs, der weder bei der politischen Linken populär ist noch beim russlandfreundlichen Koalitionspartner Lega. Italiens Hilfspakete sind deutlich kleiner als die aus Deutschland. Aber auch wenn die russische Bedrohung für die allermeisten Italiener sehr weit weg und sehr abstrakt ist, halten die Ministerpräsidentin und ihr Außenminister, dessen Forza Italia als Teil der Europäischen Volkspartei fest im proeuropäischen Lager verankert ist, an der politischen und materiellen Unterstützung der Souveränität der Ukraine fest. Aus allzu großer Nähe zu China versuchen sie Italien behutsam wieder zu lösen. Bei den Themen Nahost, Israel und Gaza ist die Regierung zum engsten Verbündeten Berlins in der EU geworden. Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul haben diesen bemerkenswerten und von vielen nicht erwarteten politischen Gleichklang bereits in den ersten Wochen nach Amtsantritt mit Besuchen in Rom und der Verabredung einer engeren Zusammenarbeit gewürdigt. In der Tat: Italien verdient aus Deutschland einen frischen Blick.


Die Lage in und um Europa

Betrachtet man den geopolitischen Kontext, dann stechen drei Faktoren heraus, die Italien stärker in den Mittelpunkt der Berliner Aufmerksamkeit rücken. Da ist zunächst die tektonische Verschiebung durch ein immer aggressiveres Russland, ein politisch-ökonomisch ausgreifendes China als Systemrivale und die dramatisch unberechenbaren USA. 

Italien ist ein Land, das sich traditionell viel zugutehält auf seine Fähigkeit, mit den unterschiedlichsten Staaten zusammenzuarbeiten. Der deutsche moralische Überschuss im Umgang mit der Welt war Rom schon länger suspekt, da muss man nicht zu Machiavelli zurückgehen. Aber zugleich versteht man in Rom, dass es für Italien keine gute Zukunft gibt ohne ein starkes Europa. Die in Berlin erkannte drängende Notwendigkeit, in mehr europäische Stärke und strategische ­Souveränität zu investieren und dafür auch die deutsche Schuldenbremse zu reformieren, ist der italienischen Regierung bewusst. Daraus resultiert eine nicht nur rhetorisch stärkere Hinwendung zu einer genuin europäischen Agenda, sondern auch erheblicher Respekt für die Neuorientierung in Berlin und eine wachsende Bereitschaft, diesen Kurs mitzugehen und nach Möglichkeit mitzuprägen.

Zweitens erweist sich bei näherem Hinschauen die Zahl handlungsfähiger Partner in Europas Regierungssitzen als begrenzt. Die Belebung des Weimarer Dreiecks stößt aufgrund innenpolitischer Blockaden an Grenzen. Im E3-Format kämpft auch der britische Premier trotz außenpolitischer Erfolge um seine innenpolitische Basis. 

So lenken Europas Nöte den Blick, drittens, auf Italiens relative Stabilität, aber auch auf die beträchtlichen Chancen und Potenziale eines Partners, den man lange „for granted“ nahm. Nicht nur ist Italien Europas zweitgrößte Industrienation, es weist auch den zweitgrößten Handelsüberschuss aus. Seine stark mittelständisch geprägte Wirtschaft ist der deutschen überaus ähnlich und im Norden des Landes – Piemont, Lombardei, Veneto, Südtirol – aufs Engste mit deutschen Industriestandorten verflochten. Mailand ist das unumstrittene Zentrum einer hochintegrierten Finanz-, Handels- und Industrieregion von Süddeutschland bis Norditalien. 

In Fragen des Freihandels, der Erschließung neuer Märkte von Mercosur bis Indien oder der Brüsseler Regulierungs- und Deregulierungsagenda überschneiden sich zwischen Rom und Berlin mehr Interessen als mit wohl jedem anderen Partner. Entgegen mancher Annahmen ist Italien bei genauerem Hinsehen weit mehr als „nur“ ein Topzulieferer. Dank Innovationsfähigkeit und unternehmerischer Kreativität und Flexibilität sind industrielle Spitzenkonzerne wie Leonardo, Avio oder Telespazio in der Weltraumtechnologie, Fincantieri im Schiffs- und Marinebau sowie viele Elektronik- und Pharmakonzerne auf Augenhöhe mit deutschen Wettbewerbern. Sie bieten etwa für den raschen Aufwuchs der Rüstungsproduktion wichtige, seltene industrielle und technologische Kapazitäten. Der italienische Bankensektor hat sich konsolidiert und ist heute einer der stärksten Europas. Auch bei KI und Computing bewegt sich das Land mit großen Schritten voran und versucht, private Investitionen in Start-ups durch Anreize stark auszubauen. Und: Von der italienischen Eisenbahninfrastruktur und der täglichen Erfahrung pünktlicher und verlässlicher Hochgeschwindigkeitsverbindungen kommt kaum ein deutscher Be­sucher unbeeindruckt nach Hause.

Außenpolitisch entwickelt Meloni beharrlich eigene Akzente. So blickt Italien neben seinen Verpflichtungen in strategischen Fragen, einschließlich des 5-Prozent-Zieles der NATO, intensiv nach Afrika, sucht mit dem flexiblen Rahmen des „Mattei-Plans“ nach Ansätzen für eine ausgeweitete Kooperation auch mit schwierigen afrikanischen Partnern – weit über das Migrationsdossier hinaus, etwa als Energiehub. Zuletzt war Meloni in Addis Abeba Ehrengast beim Gipfel der Afrikanischen Union. Daneben stechen die systematischen Anstrengungen heraus, die Beziehungen zu den Golfstaaten auszubauen und die eigene geostrategische Lage im Mittelmeer für eine Rolle als Logistikhub im geplanten Wirtschaftskorridor IMEC (Indien, Mittlerer Osten, Europa) zu nutzen. Neue Pipelineprojekte hat Italien dabei ebenso im Blick wie Investitionen in die traditionsreichen, aber lange schlummernden Häfen von Triest und Genua. Der Westliche Balkan, über Jahrhunderte ein Schwerpunkt italienischer Politik und unmittelbarer Nachbar des Nordostens, hat für Außenminister Tajani höchste Priorität, bei großer Übereinstimmung mit Berliner Positionen.


Ein neues Ambitionsniveau

In dieser Lage erwiesen sich die von den Regierungschefs schon beim ersten Besuch des Kanzlers in Rom verabredeten italienisch-deutschen Regierungskonsultationen am 23. Januar als Initialzündung für eine strategische Partnerschaft auf neuem Ambitionsniveau.

So wurde das vertragliche Fundament der Zusammenarbeit verbreitert und gefestigt. Der überarbeitete „Gemeinsame Aktionsplan“ deckt alle wesentlichen Politikfelder ab und treibt Projekte und Abstimmungsmechanismen voran. Ein ambitioniertes Abkommen über verstärkte Zusammenarbeit zu Sicherheit, Verteidigung und Resilienz rückt die Potenziale der militärischen und rüstungsindustriellen Zusammenarbeit ins Zentrum der deutsch-italienischen Zusammenarbeit für ein starkes Europa. Noch im ersten Halbjahr 2026 soll der nächste Defense Roundtable der Rüstungsvertreter stattfinden. 

Ein regelmäßiger Weltraumdialog soll die erheblichen technologischen Potenziale zusammenführen. Dass das nicht nur papierene Absicht ist, wird an der kürzlich geschlossenen Satellitenallianz „Bromo“ von Leonardo und Thales mit Airbus Defense&Space deutlich, aber auch an der Übergabe der ersten „Lynx“-Panzer aus dem Leonardo/Rheinmetall Joint Venture an die italienische Armee. Schließlich vereinbarten die Regierungschefs eine Initiative für den Europäischen Rat, um das elementare Thema der Stärkung der europäischen wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit voranzubringen.

Neben diesem „Schwarzbrot“ von Regierungskonsultationen – Aktionsplan, Abkommen, gemeinsame Initiativen – sind vor allem zwei Beobachtungen zentral für die weitere Entfaltung der Zusammenarbeit. Zum einen der bemerkenswerte politische Gleichklang auch in den großen weltpolitischen Fragen einer wilden Woche, die mit Präsident Trumps Grönland- und Zolldrohungen begann. Trotz ihres steten Bemühens, jeden Anschein einer zu treffenden Wahl zwischen Europa und Amerika durch Hinweis auf „die Zukunft des Westens“ zu vermeiden, entschied sich Meloni für eine gemeinsame europäische Position, die den Tönen aus Washington entgegentrat und auch Gegendruck aus Brüssel in den Blick nahm. In ihrem gleichzeitigen Bemühen, jede unnötige Eskalation mit Washington zu vermeiden, wusste sie sich in fast täglicher Abstimmung dem Denken des Bundeskanzlers sehr nah. Selbst in der Frage der Teilnahme Italiens an Trumps „Board of Peace“ vermied sie am Ende eine Reise nach Davos und verwies auf verfassungsrechtlichen Prüfbedarf. 

Zum zweiten wurde der Kanzler begleitet von zehn Kabinettsmitgliedern, die in bilateralen Gesprächen und Verabredungen in persönliche Vertrautheit mit ihren italienischen Gegenübern investierten. Eine Vertrautheit, die in den zurückliegenden Jahrzehnten eher die Ausnahme darstellte, aber Räume und Möglichkeiten öffnet, um das Potenzial dieser Partnerschaft tatsächlich auszuschöpfen. 

Die langjährigen Reibungen zwischen Rom und Berlin über einen stärker europäisch geeinten Weg in der Migrationspolitik haben die beiden Innenminister in Gesprächen überwunden – ein ­Schlüssel für einen funktionierenden Start des langverhandelten Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) im Sommer dieses Jahres. 

Die Finanzminister vereinbarten ein bilaterales makroökonomisches Forum, das neben das jährliche Forum der Wirtschaftsminister tritt, um die Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion miteinander und nicht mehr wie in Zeiten der Eurokrise gegeneinander vorzubereiten und auszuhandeln. Es war dieses Gefühl des starken, politisch wie persönlich getragenen Willens zur Zusammenarbeit, das sich auch auf die zahlreichen Teilnehmer des parallel tagenden italienisch-deutschen Wirtschaftsforums übertrug.


Chance und Erfordernis

In seiner Rede zum Volkstrauertag vor dem Bundestag am 15. November 2025 würdigte Staatspräsident Sergio Mattarella den außergewöhnlichen Weg, den Italien und Deutschland als Gründungsmitglieder der EU und als Alliierte nach den Verheerungen des Krieges zurückgelegt haben. Merz erinnerte anlässlich der Regierungskonsultationen an den ersten Besuch von Bundeskanzler Adenauer in Rom im Juni 1951, der vor 75 Jahren die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen markierte, aber auch die Anfänge der europäischen Einigung.

Mit 2026 liegt ein „Jahr der Gelegenheit“ vor Italien und Deutschland, wie es Außenminister Wadephul im Dezember als Ehrengast der Botschafterkonferenz in Rom formulierte. Der Druck von außen, Europa als handlungsfähigen Akteur und Schicksalsgemeinschaft gegen die Unbill der Welt zu stärken, die politische Stabilität beider Länder, der Gleichklang von Interessen und politisch Handelnden: All das verbindet sich zu einer seltenen Chance und einer unbedingten Erfordernis. 

Italien blickt auf Deutschland als größten Wirtschafts- und als präferierten politischen Partner. Es gibt große Übereinstimmungen, wenig Konkurrenz. An die schmerzhaften Kapitel der Geschichte wird gemeinsam erinnert, mit einem durch beide Staatspräsidenten beispielhaft nach vorn gerichteten Blick, der Europa nicht als abstrakte Lektion der Geschichte, sondern als Aufgabe jeder neuen Generation versteht. Politisch richtet sich die italienische Erwartung vor allem darauf, als Akteur wahrgenommen zu werden und am Tisch der Entscheidungen Gehör zu finden.

Deutschland bleibt gut beraten, den eingeschlagenen Weg der Öffnung und einer neuen Aufmerksamkeit weiterzugehen

Man weiß auch um die bleibenden strukturellen Schwächen zuhause: die schwierige Demografie, eine oft schwerfällige Bürokratie, die bei aller erkämpften und auch durch europäische Mittel unterstützten Stabilität begrenzten fiskalischen Spielräume. Echte Strukturreformen hat die Regierung bisher kaum angepackt. Auch für die eindrucksvolle Stabilität der letzten Jahre gibt es keine Garantie der Dauerhaftigkeit über die 2027 anstehenden Wahlen hinaus. Und wird die Ministerpräsidentin ihren europäischen Kurs auch fortführen, sollten weitere Mitgliedstaaten von Europaskeptikern geführt werden?

Sicher ist: Europas Augenblick der Bewährung ist jetzt. Und ein stärkeres, souveränes Europa wird ohne Italien nicht zu bauen sein. Das gilt heute wie vor 75 Jahren. Dabei geht es nicht darum, andere Partner zu ersetzen oder zu relativieren, sondern darum, das volle Potenzial des geeinten Europas zu realisieren. Auch durch Fähigkeiten, über die Italien vielleicht mehr als andere Länder verfügt und deren Wert sich im komplizierten Europa der 27 erst auf den zweiten Blick erschließt.
„Rätsel und Zauber der italienischen ‚Kulturmuster‘“, so hat es die Romanistin Christiane Liermann vor Jahren einmal auf den Punkt gebracht, „liegen in dem kompromissfähigen Offenhalten-Können von Lebenssituationen zwischen Bewahren und Verändern – und das in der Kunst, in der Politik, selbst im Gespräch scheinbar verfeindeter Parteien.“


Verflechtung gegen das Misstrauen

Deutschland bleibt daher gut beraten, den durch die neue Bundesregierung eingeschlagenen Weg der ersten Monate entschlossen weiterzugehen. Diese Öffnung und diese neue Aufmerksamkeit fallen in Italien auf fruchtbaren Boden. Eine politisch gewollte und bewusste Investition in mehr Verflechtung hat gute Chancen, reichlich Früchte zu tragen. Nicht zuletzt auch solche, die dem Misstrauen gegen ein starkes Deutschland entgegenwirken, das in Teilen der europäischen Gesellschaften noch latent vorhanden ist. Auch in Italien gibt es Kräfte, die gegen Deutschlands Aufrüstung polemisieren. Die gemeinsame Investition in die Stärke Europas ist das beste Gegengift gegen alte Ressentiments. 

Wenn es Deutschland und Italien gelingt, 2026 zu „ihrem Jahr“ zu machen, können sie ganz Europa eine wertvolle Portion Energie und Optimismus in schwierigen Zeiten einhauchen. Wann, wenn nicht jetzt?

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Bibliografische Angaben

Internationale Politik 2, März/April 2026, S. 84-89

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Dr. Thomas Bagger ist deutscher Botschafter in Italien.  Zuvor war er unter anderem Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Botschafter in Polen und Leiter der Abteilung Ausland im Bundespräsidial
amt.

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