Griff nach Großbritannien
Ein Triumph von Nigel Farage und seiner Partei Reform UK wäre ein großer Sieg für die MAGA-Bewegung, die schon seit Längerem in London investiert. Er ist nicht undenkbar.
Für britische Politikerinnen und Politiker war Amerika lange der große Bruder. Labour-Strategen, insbesondere in den „New Labour“-Jahren von Tony Blair und Gordon Brown, pilgerten zu den Parteitagen der Demokraten und bewunderten Bill Clinton und Barack Obama. Konservative sahen derweil die Republikanische Partei als ihren Leitstern. Nicht umsonst ist eine tiefe und aufrichtige Zuneigung zwischen Margaret Thatcher und Ronald Reagan überliefert.
Eine gewisse Art der Verehrung besteht weiterhin – schlagartig verändert hat sich in den vergangenen Jahren jedoch die Politik auf beiden Seiten des Atlantiks. Die MAGA-Bewegung ist längst nicht mehr nur in den USA zu Hause, sondern hat auch in London Wurzeln geschlagen. Durch massive amerikanische Investitionen in Thinktanks, strategische „Wargames“, öffentliche Veranstaltungen und soziale Medien wird der Trumpismus mittlerweile im großen Stil nach Großbritannien exportiert. Die Unterstützer der Bewegung denken über Trump als Kultfigur oder – im Fall von Großbritannien – über den Brexit-Befürworter und Chef der rechtspopulistischen Partei Reform UK, Nigel Farage, hinaus. Sie arbeiten an langfristigen Plänen, in denen selbst der Mann, der ihnen auf britischer Seite theoretisch im Wege stehen könnte, Premierminister Keir Starmer, nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Der Brexit war in diesem Sinne nur die erste Phase. Im April 2016, zwei Monate vor dem Brexit-Referendum, nutzte Barack Obama eine Reise nach Großbritannien, um vor den Konsequenzen eines EU-Austritts zu warnen. Das Land würde bei den Verhandlungen zu neuen Handelsabkommen „ans Ende der Warteschlange“ rücken, so der damalige US-Präsident. Es waren Worte, die seinerzeit von vielen Seiten als „Einmischung“ kritisiert wurden – ein Vorwurf, der aus heutiger Perspektive reichlich kurios wirkt.
Für Trumps Umfeld stellte sich die Lage derweil komplett anders dar: Ein von Europa abgekoppeltes Großbritannien bot eine Vielzahl von Chancen. Dementsprechend bereitete man sich darauf vor, maximalen Profit aus der Situation zu schlagen. Auf eine geschäftsmäßige, aber frostige Beziehung zu Theresa May folgte ein kameradschaftliches, aber wenig zielführendes Verhältnis zu Boris Johnson. Danach fiel Trumps erzwungene Auszeit vom Weißen Haus mit dem Zerfall der konservativen Regierungen von Liz Truss und Rishi Sunak zusammen.
2024 schien ein Sieg der Labour-Partei unvermeidlich. Überraschend kam für die MAGA-Bewegung wiederum, wie schnell die neue Regierung danach ins Wanken geriet. Nach Labours Erdrutschsieg im Juli, bei dem die Partei 412 von 650 Sitzen im Unterhaus eroberte, war eigentlich zu erwarten, dass Premierminister Keir Starmer ruhig regieren und den Beginn einer langen Labour-Ära einläuten würde. Doch eine Reihe selbstverschuldeter Fehler, interner Rebellionen gegen geplante Sozialkürzungen und der erzwungene Rücktritt der Vizepremierministerin und stellvertretenden Parteivorsitzenden Angela Rayner machten das erste Regierungsjahr zu einem, das man lieber vergessen möchte.
Die Konservativen sind mit nur noch 121 Abgeordneten im Parlament vertreten und unter der inkompetenten Führung von Kemi Badenoch stark geschwächt. Reform UK erlebte unter dem Trump-Freund Nigel Farage vergangenes Jahr jedoch einen gewaltigen Aufschwung. Obwohl die Partei 2024 nur fünf Parlamentssitze gewinnen konnte, erzielte sie bei den Kommunalwahlen im Mai 2025 starke Zugewinne – und im Sommer überholte sie in Umfragen sogar die Labour-Partei. Für die MAGA-Bewegung ist das eine Chance.
Unterwürfigkeit und Schmeicheleien
Noch ist die Beziehung Trump-Starmer recht stabil: Trump manövriert den Premier hier und da aus, während Letzterer sich meist trotzdem relativ unbeschadet aus der Affäre zieht. Das Verhältnis basiert auf gemeinsamen Interessen und ist geprägt von Starmers Unterwürfigkeit und einem hin und wieder ungewöhnlich diskreten Verhalten des US-Präsidenten.
Zusammen mit Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron tut Starmer alles, was er kann, um die Ukraine vor größerem Schaden zu bewahren. Er sichert sich durch Schmeicheleien geringfügig bessere Zolldeals als die EU und hält die amerikanisch-britischen Beziehungen mehr schlecht als recht am Laufen, beispielsweise mit Blick auf den Geheimdienstbund „Five Eyes“, an dem die USA, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Kanada beteiligt sind. Die immer größer werdende Unruhe, die sich in London angesichts von Trumps Politik breitmacht – zum Beispiel wegen der amerikanischen Angriffe auf mutmaßliche Drogenschmugglerboote in der Karibik –, hat jedoch bereits dazu geführt, dass Großbritannien gewisse Geheimdienstinformationen nicht mehr weiterreicht.
In anderen Fragen tut Starmer derweil alles in seiner Macht Stehende, um das diplomatische Konfliktpotenzial möglichst gering zu halten. Dabei hilft ihm unter anderem das britische Königshaus. Trumps zweiter Staatsbesuch im September 2025 war geradezu eine Meisterleistung in Sachen britischer Unterwürfigkeit – und ein Erfolg! Die britische Regierung verschaffte sich mehr Zeit. Ein Problem ist jedoch, dass der Premierminister damit bereits seine Trumpfkarte ausgespielt hat. Dass er Trump ein drittes Mal einladen könnte, scheint eher unwahrscheinlich (auch wenn man heutzutage so etwas nie ausschließen darf); und auf die Vergabe des Friedensnobelpreises hat Starmer wenig Einfluss.
Dank Trumps Mutter, die von der Hebriden-Insel Lewis stammt, und mehreren Golfplätzen pflegt der US-Präsident eine ungewöhnlich enge Verbindung zu Schottland. Bei seinem letzten „privaten“ Besuch ließ er es sich nicht nehmen, ein paar Runden Golf zu spielen und sich vor seinen Gästen – unter anderem der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen – als König aufzuspielen. Durch ein massives Polizeiaufgebot und extreme Sicherheitsvorkehrungen, die zu einem schottisch-englischen Finanzierungsstreit führten, wurden Demonstranten weiträumig von dem Gelände ferngehalten.
Das weitaus wichtigere Ereignis des vergangenen Sommers fand jedoch weiter südlich statt – in den Cotswolds westlich von Oxford, einer malerischen Ansammlung von Dörfern, die oft als die „Hamptons Großbritanniens“ bezeichnet werden. Hier verbrachte US-Vizepräsident J. D. Vance, seines Zeichens konservativer Ideologe und wahrscheinlicher Nachfolger von Trump, einen Teil seines Urlaubs.
Wie flexibel die konservativen Prinzipien in Großbritannien sind, bewies damals George Osborne, der ehemalige Finanzminister, indem er sich als Partyplaner für Vance engagierte. Hatten sich seine Tories kurz zuvor noch gern als liberal und umweltbewusst präsentiert, so verdingte sich Osborne jetzt als Organisator einer Reihe von Abendessen und Teepartys, um die Familie Vance mit „bedeutenden“ Briten bekannt zu machen. Kemi Badenoch, die derzeitige Vorsitzende der Konservativen, war nicht dabei – dafür aber ihr ehrgeiziger Stellvertreter Robert Jenrick, der mittlerweile ebenfalls der moderaten Linie abgeschworen und sich einer nativistischen Politik verschrieben hat.
Jenrick spekuliert auf eine Absetzung von Badenoch als Vorsitzende und auf eine Zeit, in der die Tories unter neuer Führung eine politische Basis für eine Koalitionsregierung mit Reform UK finden. Anders als in Deutschland ist in konservativen Kreisen in Großbritannien kaum die Rede von einer „Brandmauer“. Oft setzen sich die Tories mit den Rechtspopulisten auf Podien oder wechseln gar komplett die Seiten.
Eine Reihe von Konservativen – von Jenrick über Truss bis hin zu Priti Patel, die derzeit in Badenochs Schattenkabinett für die Außenpolitik zuständig ist – ist in jüngster Zeit nach Washington gereist, um Vorträge bei der Heritage Foundation zu halten. Das ist jener Thinktank, der hinter dem „Project 2025“ steckt, jenem radikalen Politikhandbuch, von dem Trump in seiner zweiten Amtszeit zehrt.
Das Haus in der Tufton Street
Die Heritage Foundation unterhält mittlerweile enge Beziehungen zu einer Reihe britischer Thinktanks. Im Laufe der Jahre haben sich mehrere dieser Denkfabriken in einem Haus in der Nummer 55 Tufton Street im Herzen von Westminster niedergelassen, darunter Leave Means Leave, eine Organisation, die sich einst für die radikalste Version des Brexits einsetzte, das Institute for Economic Affairs, die Taxpayers’ Alliance, Anti-LGBTQ-Gruppen, Lobbyorganisationen für fossile Brennstoffe und Klimawandelleugner. Laut einer Untersuchung der Medienplattformen Byline Times und Democracy For Sale haben Spender dieser Londoner Gruppen mehrere zehn Millionen Dollar für Trumps MAGA-Bewegung bereitgestellt.
Thinktanks auf beiden Seiten des Atlantiks arbeiten oft zusammen, veröffentlichen gemeinsame Berichte und wissenschaftliche Abhandlungen, veranstalten Konferenzen und koordinieren Medienkampagnen. Vor zwei Jahren berichtete ich bereits über die National Conservatism Conference in London („The Rightward Turn“, IPQ, 29. Juni 2023); sie soll eine MAGA-Alternative zum Weltwirtschaftsforum in Davos werden.
Zwar bestehen zwischen der britischen und der amerikanischen Bewegung weiterhin gewisse nationale Unterschiede. Die Briten würden es zum Beispiel nicht in Betracht ziehen, den staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service), dessen Leistungen kostenlos und steuerfinanziert sind, komplett abzuschaffen. In den meisten Politikbereichen gibt es mittlerweile jedoch eine starke Annäherung – etwa beim Thema Einwanderung, beim Abbau staatlicher Dienstleistungen und bei der immer stärkeren Fokussierung auf Kulturkampfdebatten.
Es geht darum, Angst zu verbreiten und den Zusammenbruch der Gesellschaft zu propagieren
Und auch im Stil gleichen sich die britischen Rechtsaußen immer stärker an ihre amerikanischen Vorbilder an. In erster Linie geht es darum, Angst zu verbreiten und einen Zusammenbruch der Gesellschaft zu propagieren. In den sozialen Medien sind die Ultrarechten stets darum bemüht, den Konservativen (und Labour) zu enteilen – mit Erfolg. Reform UK hat bereits mehr als 400 000 Follower auf TikTok, und Nigel Farage mehr als eine Million.
Diese Entwicklung könnte durch die Entscheidung der Labour-Regierung, 16- und 17-Jährigen das Wahlrecht zu gewähren, noch weiter verstärkt werden: Ging man ursprünglich davon aus, dass die Generation Alpha eher liberal-linke Optionen bevorzugen würde, deuten Meinungsfragen mittlerweile darauf hin, dass die Realität weitaus komplexer ist. Tatsächlich entscheiden sich in Spanien, Frankreich und auch in Deutschland viele junge Menschen für rechtspopulistische Parteien wie Vox, den Rassemblement National und die AfD.
Ein paar hundert Meter von der Tufton Street entfernt, in einem viel größeren, aber weit weniger prächtigen Gebäude, befindet sich eine andere Organisation: das Centre for a Better Britain (CBB). Das ist jener Thinktank, der Anfang 2025 von Reform UK gegründet wurde und seine Zelte im Millbank Tower aufgeschlagen hat – dem Wolkenkratzer, der einst der Labour-Partei unter Tony Blair als Hauptquartier diente.
Vorsitzender des CBB ist James Orr, seines Zeichens Theologe, der an der Universität Cambridge lehrt und mit Vance befreundet ist. Der 47-Jährige ist in den vergangenen Jahren zu einer Galionsfigur des religiös geprägten Konservatismus in Großbritannien geworden, und CBB verfügt mittlerweile über beträchtliche finanzielle Mittel.
Hinter vielen dieser neugegründeten Organisationen steht Sir Paul Marshall, ein Hedgefonds-Manager, dessen Vermögen auf fast eine Milliarde Euro geschätzt wird. Marshall hat sich im Laufe der Zeit vom Unterstützer der Liberaldemokraten in einen Finanzier rechter Organisationen und Medien gewandelt, darunter das traditionsreiche Magazin The Spectator, die rechte Website UnHerd und der Fox-News-ähnliche Fernsehsender GB News.
Letzterer veranstaltete kürzlich eine Launch-Party in Washington, an der auch mehrere wichtige Verbündete Trumps teilnahmen, mit Nigel Farage als Ehrengast. Ein Redner nach dem anderen bezeichnete ihn dort als „Großbritanniens nächsten Premierminister“. Unterdessen versucht Trump, die BBC auf bis zu fünf Milliarden Dollar zu verklagen, weil sie zwei Clips seiner Rede vor dem Angriff auf den US-Kongress im Januar 2021 zusammengeschnitten hat. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hat den Sender bereits als „100 Prozent Fake News“ gebrandmarkt.
Während ihres Aufenthalts in der amerikanischen Hauptstadt wurde den Vertretern von GB News auch ein Interview – oder besser gesagt: eine Audienz – mit dem US-Präsidenten gewährt. Die Moderatorin nutzte die Chance, um sich über Gewaltkriminalität in London auszulassen, die übrigens deutlich unter der in Washington D.C. liegt, und beschrieb Trumps Staatsbesuch in Großbritannien mit den Worten: „Wunderschön. Unglaublich. So etwas habe ich noch nie gesehen.“ Es ist genau diese Art von „Journalismus“, mit der man im MAGA-Land Beifall erntet.
MAGA, MEGA, MBGA
Damit noch kurz zu Elon Musk: Im Gegensatz zu vielen anderen Machtmenschen im rechtspopulistischen Universum agiert der reichste Mann der Welt nur selten aus dem Hintergrund. Seine enge Beziehung zu Trump, gefolgt von seiner Verbannung aus Regierungskreisen, hat ihn jedoch in einer Art Schwebezustand zurückgelassen. Zuvor hatte Musk sich bereits mit Farage überworfen, weil er diesen für nicht disruptiv genug hält.
Musks engster politischer Verbündeter in Großbritannien ist Tommy Robinson, ein ehemaliges Mitglied der British National Party und Gründer der English Defence League. Robinson ist wegen einer Reihe von Gewaltdelikten vorbestraft, was ihn vergangenen August jedoch nicht daran hinderte, mehr als 100 000 Menschen für eine Kundgebung namens „Unite the Kingdom“ auf Londons Straßen zu versammeln.
Für viele Menschen war das der Moment, als das politische Extrem in Großbritannien zum Mainstream wurde. In mehreren Teilen der Hauptstadt hatte man das Gefühl, von Schlägertruppen überrannt zu werden, die Massenabschiebungen forderten. Charlie Kirk, der kurz zuvor ermordete rechte US-Influencer, war auf vielen T-Shirts abgebildet. MAGA-, MEGA („Make England Great Again“)- und MBGA („Make Britain Great Again“)-Mützen wurden mit Stolz getragen. Unter den Sprechchören vernahm man unter anderem auch den Schlachtruf: „From the river to the sea, let’s make England Abdul-free.“
Der Höhepunkt (beziehungsweise der Tiefpunkt) war eine Videoansprache von Musk. Unter tosendem Applaus rief er der Menge zu: „Ob ihr euch für Gewalt entscheidet oder nicht, die Gewalt wird kommen. Entweder ihr wehrt euch oder ihr sterbt.“ Mehrere britische Minister verteidigten danach die Aussagen; sie folgten der strengen Anweisung, weder Trump noch die britische Rechte zu verärgern.
Wie das Beispiel zeigt, sind die Entwicklungen nicht spurlos an der Labour-Regierung vorbeigegangen, im Gegenteil: Alles, was Starmer sagt und tut, wird daraufhin abgeklopft, wie es bei Reform-UK-Wählern ankommt, insbesondere, wenn es um das Thema Migration geht. Die jüngsten Ankündigungen in Sachen Einwanderungspolitik – sollten diese jemals in Kraft treten – würden Großbritannien zu einem der Länder machen, die irregulärer Migration am feindlichsten gegenüberstehen.
Alles, was Starmer sagt und tut, wird daraufhin abgeklopft, wie es bei Reform-UK-Wählern ankommt, insbesondere, wenn es um das Thema Einwanderungspolitik geht
Die Labour-Partei verliert derweil nicht nur an Unterstützung durch die konservativeren Teile der Gesellschaft, sondern auch durch die progressive Linke. Es scheint gar so zu sein, dass liberale Wähler, die wütend auf Starmer sind, sich dazu entscheiden könnten, taktisch zu wählen, sich also zwischen den Grünen, den Liberaldemokraten oder den schottischen oder walisischen Nationalisten zu entscheiden, um sowohl Reform UK und Tories als auch Labour eine Absage zu erteilen. Genau wie die Rechte blicken auch linke Kräfte sehnsüchtig auf die Vereinigten Staaten. Als Inspiration dient den Progressiven der Aufstieg von Zohran Mamdani, dem neuen Bürgermeister von New York City.
Vertreter der Labour-Partei haben öffentlich verkündet, dass die Tories für sie nicht mehr die eigentliche Opposition seien; das sei nun Reform UK. Doch die Regional- und Kommunalwahlen im Mai 2026 könnten sich nicht nur für die Konservative Badenoch, sondern auch für Premier Starmer als gefährlich erweisen: Starmers Führungsrolle wird mittlerweile auch parteiintern stark infrage gestellt – und mitunter offen verspottet. Ein verheerendes Ergebnis könnte ihn zum Rücktritt zwingen. Mehrere Labour-Hoffnungsträger stehen bereit, um nachzurücken.
Damit wären Nigel Farage und Reform UK in einer idealen Ausgangsposition, um bei den nächsten Unterhauswahlen, die spätestens 2029 stattfinden müssen (die Festlegung des Wahltermins obliegt dem Premierminister), ihren Aufstieg zu festigen. Für Donald Trump wäre das ein Schlüsselmoment: Endlich wäre in London ein ideologisch Gleichgesinnter an der Macht. Staaten wie Argentinien, Ungarn, Italien und El Salvador mögen für die MAGA-Bewegung ebenfalls wichtig sein; ein Sieg der Rechtspopulisten in Großbritannien wäre jedoch sowohl für sie als auch für Trump der größte Triumph – sowohl faktisch als auch symbolisch.
Aus dem Englischen von Kai Schnier
Internationale Politik 1, Januar/Februar 2026, S. 40-45
Teilen
Themen und Regionen
Artikel können Sie noch kostenlos lesen.
Die Internationale Politik steht für sorgfältig recherchierte, fundierte Analysen und Artikel. Wir freuen uns, dass Sie sich für unser Angebot interessieren. Drei Texte können Sie kostenlos lesen. Danach empfehlen wir Ihnen ein Abo der IP, im Print, per App und/oder Online, denn unabhängigen Qualitätsjournalismus kann es nicht umsonst geben.