IP-Forsa-Frage

31. Aug. 2026

Ist der Einfluss politischer Entwicklungen in den USA auf Deutschland heute größer oder kleiner als früher?

Zur Sache: Ende 2024 wählten die Amerikanerinnen und Amerikaner Donald Trump zum zweiten Mal ins Weiße Haus. Dessen disruptive Politik bestimmt seitdem auch stark die Situation der Europäer, nicht zuletzt der Deutschen. Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November könnte das Pendel der Wählergunst in die andere Richtung ausschlagen.

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Bild: Darstellung der Ergebnisse der IP-Forsa-Frage 05/2026

Rund zwei Drittel – 67 Prozent – der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sind der Meinung, dass die politischen Entwicklungen in den USA heute einen größeren Einfluss auf Deutschland haben als noch vor ein paar Jahren. Nur eine Minderheit von 29 Prozent nimmt einen  ähnlichen (18 Prozent) oder einen geringeren (11 Prozent) Einfluss des  politischen Geschehens in Amerika auf die Bundesrepublik wahr.

Die Einschätzung wird im Großen und Ganzen von allen Bevölkerungs- und Wählergruppen geteilt. Im Osten Deutschlands geht man noch etwas stärker von einem steigenden Einfluss der Entwicklungen in den USA aus (78 Prozent) als im Westen des Landes (65 Prozent). Auffällig ist auch, dass unter den Befragten, die 60 Jahre und älter sind, immerhin 18 Prozent der Meinung sind, der Einfluss des Geschehens  in den USA auf Deutschland sei heute geringer als noch vor ein paar Jahren; unter den 18- bis 29-Jährigen denken das dagegen nur 2 Prozent, unter den 30- bis 44-Jährigen 6 Prozent.

Mit Blick auf die parteipolitischen Präferenzen sind es die Wählerinnen und Wähler der Partei Die Linke, die mit 75 Prozent am stärksten von einem gewachsenen Einfluss der Entwicklungen in den USA auf Deutschland ausgehen, gefolgt von denen der AfD (67 Prozent), der SPD (66 Prozent) sowie der CDU/CSU und den Grünen (beide 62 Prozent).
Umgekehrt denken nur 1 Prozent der Linke- und 5 Prozent der AfD-Anhänger, der Einfluss sei heute geringer. Mit 18 Prozent beziehungsweise 16 Prozent ist diese Meinung bei Unions- beziehungsweise SPD-Wählern derweil öfter zu finden als im Durchschnitt.


Datenbasis: 1004 Befragte in Deutschland. Statistische Fehlertoleranz +/– 3 Prozentpunkte. Erhebungszeitraum 14. August 2026. Quelle: Forsa

Bibliografische Angaben

Internationale Politik 5, September/Oktober 2026, S. 5

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