IP-Forsa-Frage

03. Januar 2022

Prioritäten der neuen Bundesregierung

Die wichtigsten außenpolitischen Aufgaben für die neue Bundesregierung: Europa, Klima und Corona

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Bild: Säulendiagramm der IP-Forsa-Frage 01-2022

Die Stärkung des europäischen Zusammenhalts ist für eine Mehrheit von 44 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger laut IP-Forsa-Frage die wichtigste außenpolitische Aufgabe für die neue Ampelregierung. Der weltweite Klimaschutz und die internationale Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie kommen mit 35 beziehungsweise 32 Prozent auf die Ränge zwei und drei. 29 Prozent halten den Einsatz für eine gemeinsame europäische Außen- und Verteidigungspolitik für am wichtigsten, 22 Prozent finden, Berlin solle sich insbesondere darum kümmern, den Einfluss autoritärer Staaten wie Russland und China zu begrenzen. 18 Prozent plädieren für eine aktive Diplomatie, die bei Konflikten vermittelnd eingreift.


Als die IP Ende April 2021, im Kontext des aufziehenden Bundestagswahlkampfs, nach den damaligen außenpolitischen Prioritäten fragte, nannten noch 45 Prozent den Klimaschutz, 37 Prozent die Hilfe für ärmere Länder bei der Pandemiebekämpfung und nur 32 Prozent die Stärkung des europäischen Zusammenhalts. Aktuell ist aber Europa insbesondere Jüngeren (18–29 Jahre) mit 61 Prozent besonders wichtig, ebenso das Eingreifen bei Konflikten (44 Prozent). Mit Blick auf die Parteienpräferenz fällt auf, das CDU/CSU-Anhänger Europas Zusammenhalt besonders häufig nennen (64 Prozent), und Wählerinnen und Wähler der Grünen den Klimaschutz (84 Prozent). FDP-­Anhänger sind stark für ein Vorgehen gegen Autokraten (60 Prozent).

 

Bibliografische Angaben

Internationale Politik 1, Januar/Februar 2022, S. 5

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