IP-Forsa-Frage

01. September 2020

EU und USA nach Trump?

Wie würde sich das Verhältnis zwischen USA und EU mit Joe Biden verändern?
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Bild: Grafik Ergebnisse Forsa-Umfrage
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Eine große Mehrheit von 76 Prozent der Befragten geht von einer Verbesserung der transatlantischen Beziehungen aus, sollte sich im November der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden gegen Amtsinhaber Donald Trump durchsetzen. Lediglich 15 Prozent geben an, keine wesentlichen Veränderungen in den Beziehungen zwischen den USA und Europa zu erwarten, sollte der Vizepräsident von Barack Obama ins Weiße Haus gewählt werden. Nur eine verschwindend geringe Minderheit von 3 Prozent glaubt an eine Verschlechterung.
Während es mit Blick auf Alterskohorten, Bildungsniveau und Parteigrenzen nur geringe Unterschiede gibt, verläuft eine auffällige Trennlinie zwischen Ost- und Westdeutschen. Befragte im Westen der Republik gehen zu 79 Prozent von einer Verbesserung aus, 13 Prozent dagegen von einem nicht wesentlich anderen Verhältnis; im Osten sind es dagegen nur 59 Prozent, die mit Biden an der Spitze ein besseres transatlantisches Verhältnis erwarten. Fast ein Viertel – 24 Prozent – hält dagegen keine Änderung für am wahrscheinlichsten.
Beim Blick auf die Parteipräferenz sind es die AfD-Wähler, die deutlich unterschiedliche Erwartungen hegen. Eine beträchtliche Minderheit von 28 Prozent nimmt jedoch an, dass sich das transatlantische Verhältnis nicht wesentlich verändern wird; 46 Prozent erwarten eine Verbesserung, 13 Prozent gar eine Verschlechterung. Am optimistischsten zeigen sich Anhänger der Linken (92 Prozent) und der FDP (90 Prozent), gefolgt von den Sympathisanten von SPD und Grünen (beide 84 Prozent) sowie der CDU/CSU (81 Prozent).

Bibliografische Angaben

Internationale Politik 5, September/Oktober 2020; S. 5

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