01. Dezember 2007

Die Große Divergenz

... oder warum es noch nie so arme und so reiche Mensch gab wie heute

Die gewaltigen Einkommensunterschiede, die die Welt von heute prägen, gibt es erst seit rund 200 Jahren: In den 100 000 Jahren der Menschheitsgeschichte vor dem Ende des 18. Jahrhunderts verbesserte sich der Lebensstandard kaum. Das änderte sich total mit der industriellen Revolution. Aber warum? Und warum begann es in England, nicht in China?

Die Grundstruktur der ökonomischen Weltgeschichte ist erstaunlich simpel. Man kann sie in einem Diagramm zusammenfassen (S. 40). Vor dem Jahr 1800 war das Pro-Kopf-Einkommen – also die Mittel für Essen, Kleidung, Heizung, Beleuchtung und Wohnen – in den Gesellschaften und Epochen zwar unterschiedlich. Doch es gab keinen Aufwärtstrend. Ein einfacher, aber mächtiger Faktor, die so genannte Malthusianische Falle, bewirkte, dass kurzfristige, dank technischer Neuerungen erzielte Einkommenssteigerungen unweigerlich durch Bevölkerungswachstum wieder verloren gingen.

Daher ging es dem Durchschnittsmenschen in der Welt von 1800 nicht besser als seinen Vorfahren 100 000 Jahre früher. Tatsächlich war ein Großteil der Weltbevölkerung um 1800 sogar ärmer als seine Ahnen. Die glücklichen Bürger reicher Gesellschaften – wie die im England des 18. Jahrhunderts oder in den Niederlanden – hatten einen materiellen Lebensstil, der in etwa dem der Steinzeit glich. Aber die meisten Menschen in Ost- und Südasien, vor allem in China und Japan, lebten in kümmerlichen Verhältnissen, die wahrscheinlich viel ärmlicher waren als die der neolithischen Höhlenbewohner.

Die Lebensqualität hatte sich auch in jeder anderen Hinsicht nicht verbessert: Um 1800 war die Lebenserwartung nicht höher als die von Jäger-Sammler-Gemeinschaften – 30 bis 35 Jahre. Die Durchschnittsgröße, ein Indikator für die Qualität der Ernährung und den Krankheitsbefall im Kindesalter, war in der Steinzeit höher als 1800. Und während die Wildbeuter ihre materiellen Bedürfnisse mit wenig Arbeit befriedigten, mussten die Engländer von 1800 ihre bescheidenen Annehmlichkeiten mit einem Leben erkaufen, das aus härtestem, permanentem Arbeitseinsatz bestand. Der durchschnittliche Steinzeitmensch aß besser und musste angenehmere Arbeiten verrichten als der typische englische Arbeiter von 1800, obwohl der so exotische Dinge wie Tee, Pfeffer und Zucker auf dem Tisch hatte. Und Jäger-Sammler-Gemeinschaften sind egalitär. Die einzelnen Mitglieder verzehren alle dasselbe. In den Agrargesellschaften hingegen, welche die Welt von 1800 dominierten, herrschte große Ungleichheit. Für die Mehrheit der Engländer waren die Lebensbedingungen um 1813 also nicht besser als die ihrer nackten Vorväter in der afrikanischen Savanne.

Doch dann kam, vor knapp 200 Jahren, die industrielle Revolution, und sie veränderte die materiellen Bedingungen nachhaltig. In einer besonderen Gruppe von Ländern stiegen die Pro-Kopf-Einkommen dauerhaft an. Heute sind die reichsten modernen Ökonomien zehn- bis zwanzig Mal reicher als der Schnitt von 1800. Zudem haben ungelernte Arbeiter seither am meisten von der industriellen Revolution profitiert. Zwar haben die typischen wohlhabenden Land- und Kapitalbesitzer und gebildeten Bürger auch reichlich profitiert, aber die besten Gaben hatten die industrialisierten Volkswirtschaften für ihre ärmsten Mitglieder parat.

Nicht alle Gesellschaften sind jedoch wohlhabend geworden. In einigen Ländern, vor allem in Subsahara-Afrika, ist die materielle Lage heute schlechter als in vorindustriellen Zeiten. Ländern wie Malawi oder Tansania würde es materiell sogar besser gehen, wenn sie nie in Kontakt mit der industrialisierten Welt gekommen wären und ihre vorindustriellen Standards beibehalten hätten. Moderne Medizin, Flugzeuge, Benzin, Computer – das ganze technologische Füllhorn der vergangenen zwei Jahrhunderte hat in diesen Ländern die schlechtesten Lebensbedingungen aller Zeiten produziert. Diese afrikanischen Gesellschaften sind in der Malthusianischen Falle steckengeblieben, in der technologischer Fortschritt nur für mehr Bevölkerungswachstum sorgte und der Lebensstandard auf Subsistenzniveau absackte. Die industrielle Revolution hat zwar die Einkommensunterschiede innerhalb von Gesellschaften nivelliert, aber zwischen Gesellschaften hat sie sie vergrößert – ein Prozess, den man seit kurzem die „Große Divergenz“ nennt.1 Die Einkommensunterschiede zwischen Ländern liegen bei einer Größenordnung von 50:1. Heute leben auf der Welt sowohl die reichsten als auch die ärmsten Menschen, die es jemals gegeben hat.

Also stellen sich für die ökonomische Geschichte der Welt drei miteinander verquickte Fragen: Warum dauerte die Malthusianische Falle so lange? Warum gelang die erste Flucht aus dieser Falle mit der industriellen Revolution ausgerechnet auf einer winzigen Insel, England, um das Jahr 1800? Warum führte das in der Folgezeit zur Großen Divergenz?

Die Erklärung sowohl für das Timing als auch für die Beschaffenheit der industriellen Revolution, und in Teilen auch für die Große Divergenz, liegt in Prozessen, die vor Tausenden von Jahren begannen, tief in der Malthusianischen Ära. Die tote Hand der Vergangenheit hat die Volkswirtschaften von heute noch immer in ihrem eisernen Griff. Was also ist die Malthusianische Falle? Die wirtschaftliche Logik aller Gesellschaften vor 1800 lässt sich mit einem Modell erläutern, dass auf nur drei Grundvoraussetzungen beruht und das mit Hilfe graphischer Darstellungen belegen kann, warum technologischer Fortschritt die materiellen Lebensbedingungen erst nach 1800 verbesserte.

Entscheidend ist die Rate des technologischen Fortschritts. Solange die Technologie sich nur langsam voranentwickelte, konnten sich die Lebensbedingungen nicht dauerhaft verbessern, selbst als die Technologien erheblich besser wurden. Denn der Rate des technologischen Fortschritts steht in Malthusianischen Gesellschaften das Bevölkerungswachstum entgegen. Die typische Rate des technologischen Fortschritts vor 1800 lag unterhalb von 0,05 Prozent pro Jahr, einem Dreißigstel der modernen Rate.

In diesem Modell zeigt sich, dass die menschliche Ökonomie in den Jahren vor 1800 identisch war mit der natürlichen Ökonomie aller Tierspezies; dieselben Faktoren determinieren die Lebensbedingungen von Menschen und Tieren. Das nennt man die Malthusianische Falle, weil die wesentliche Einsicht in dieses Modell von Pfarrer Thomas Robert Malthus stammte, der 1789 in seinem Buch „An Essay on the Principle of Population“ die ersten Schritte zum Verständnis der Logik dieser Ökonomie unternahm.

Als die Wirtschaftspolitik noch auf dem Kopf stand

In der Malthusianischen Wirtschaft vor 1800 stand die Wirtschaftspolitik praktisch auf dem Kopf: Schaden war damals Nutzen, und Nutzen Schaden. Die Plagen moderner gescheiterter Staaten – Krieg, Gewalt, Unordnung, Missernten, zusammengebrochene Infrastruktur, schlechte Hygiene – waren vor 1800 quasi die Freunde der Menschheit. Denn sie reduzierten den Bevölkerungsdruck und steigerten den Lebensstandard. Dagegen waren die politischen Umstände, welche die Weltbank und die UN heute so lieben – Frieden, Stabilität, Ordnung, Gesundheitspflege, Transfers für die Armen – die Feinde des Wohlergehens. Sie führten nämlich zu dem Bevölkerungswachstum, das die Gesellschaften verarmen ließ.

Vordergründig scheint die Behauptung, vor 1800 habe es keinen materiellen Fortschritt gegeben, absurd. Aber die Logik des Malthusianischen Modells bestätigt die empirische Faktenlage für die vorindustrielle Welt. Während kleine Eliten schon lange vor der industriellen Revolution einen opulenten Lebensstil hatten, ging es den Durchschnittsmenschen vor 1800 nicht besser als ihren neolithischen Vorfahren. Entscheidend war vor 1800 die Bedeutung von Geburtenkontrolle. Alle vorindustriellen Gesellschaften, für die wir genügend Datenmaterial über die Fortpflanzungsraten haben, praktizierten die eine oder andere Form von Geburtenbeschränkung, obwohl die Methoden sehr unterschiedlich waren. Daher lebten die meisten Gesellschaften vor 1800 deutlich über dem bloßen Subsistenzniveau. Es gab also Manövrierraum für das dramatische Absacken der afrikanischen Lebensbedingungen in den Jahren nach der industriellen Revolution.

Eine Rolle spielten auch Sterberaten. Die Europäer hatten Glück, weil sie schmutzige Völker waren, die zufrieden inmitten ihrer eigenen Fäkalien hausten, welche in Städten wie London in Keller-Jauchegruben herumschwappten. Schlechte Hygiene in Verbindung mit hohem Urbanisierungsgrad bedeutete, dass die Einkommen im England und in den Niederlanden des 18. Jahrhunderts hoch sein mussten, um die Bevölkerungszahl zu erhalten. Die Japaner, die sehr viel reinlicher waren, konnten dagegen ihre Bevölkerungsrate nur auf miserablem Lebensniveau aufrechterhalten; sie mussten mit viel geringerem Einkommen auskommen.

Für England sehen wir in den Jahren 1200 bis 1800 überzeugende Belege für Überlebensstrategien verschiedener Typen. Vor allem setzte sich ökonomischer Erfolg machtvoll in reproduktiven Erfolg um. Die reichsten Männer hatten doppelt so viele überlebende Nachkommen wie die ärmsten. Diese hatten im Malthusianischen England so wenige Kinder, dass ihre Familien ausstarben. Daher war das vorindustrielle England eine Welt ständiger „downward mobility“: Dank der statischen Natur der Malthusianischen Ökonomie mussten die überzähligen Kinder der Reichen in der sozialen Hierarchie gemeinhin nach unten absteigen, um Arbeit zu finden. Söhne von Handwerkern wurden Arbeiter, Söhne von Kaufleuten Kleinhändler, Söhne von Großgrundbesitzern Kleinbauern. Die Eigenschaften, die später die wirtschaftliche Dynamik garantierten – Geduld, harte Arbeit, Einfallsreichtum, Bildung – verteilten sich so biologisch in der ganzen Population.

Die Stagnation der vorindustriellen Welt, welche die meiste Zeit der Geschichte der Menschheit gekennzeichnet hatte, wurde durch zwei scheinbar noch nie dagewesene Ereignisse im Europa der Jahre 1760 bis 1900 durchbrochen. Das erste war die industrielle Revolution, das erstmalige Auftreten von rasantem Wirtschaftswachstum; es wurde angetrieben durch wachsende Effizienz in der Produktion, die wiederum durch Wissensfortschritt ermöglicht wurde. Das zweite war der demographische Übergang, ein Absinken der Fruchtbarkeit, das in der Oberschicht begann und nach und nach auf die gesamte Gesellschaft übergriff. Dieser demographische Übergang bewirkte, dass der Effizienzzuwachs der industriellen Revolution sich nicht in endlosen Nachschub verarmter Menschen, sondern in die erstaunlichen Einkommenszuwächse pro Kopf umsetzte, die wir seit 1800 gesehen haben.

Die großen Fragen der Geschichte der Wirtschaft sind also: Warum war der technologische Fortschritt in allen vorindustriellen Gesellschaften so langsam? Warum nahm der technologische Fortschritt nach 1800 so dramatisch zu? Warum waren nicht alle Gesellschaften in der Lage, an den üppigen Erfolgen der industriellen Revolution teilzuhaben? Und schließlich: Warum eine industrielle Revolution in England? Warum nicht in China, Indien oder Japan? Meine Antwort ist, dass Englands Vorteile nicht seine Kohle oder seine Kolonien, weder die protestantische Reformation noch die Aufklärung waren, sondern die Zufälle von institutioneller Stabilität und Demographie – vor allem die außergewöhnliche Stabilität des Landes, die bis in das Jahr 1200 zurückreichte, das langsame Bevölkerungswachstum zwischen 1300 und 1760 und die außergewöhnliche Fruchtbarkeit der Reichen und wirtschaftlich Erfolgreichen. Denn aus diesen Gründen war die Verankerung bürgerlicher Werte in der Kultur, und vielleicht sogar in den Genen, in England am weitesten fortgeschritten.

Der entscheidende Faktor: Bürgerliche Tugenden

Sowohl China wie Japan entwickelten sich zwischen 1600 und 1800 in dieselbe Richtung wie England, nämlich hin zu einer Gesellschaft, in der die bürgerlichen Tugenden von harter Arbeit, Geduld, Ehrlichkeit, Rationalität, Neugier und Wissbegier verankert waren. Auch diese Länder genossen lange Perioden mit institutioneller Stabilität und dem Recht auf Privateigentum. Aber sie waren langsamer als England. David Landes hat recht mit seiner Beobachtung, dass die Kultur der Europäer das Wirtschaftswachstum begünstigte.2

Während also die Zufälle sozialer Sitten und Gebräuche über Hygiene, Heirat und Reproduktion triumphierten und die Europäer in der Malthusianischen Ära reicher machten als die Asiaten, scheinen sie Europa auch größere kulturelle Dynamik verliehen zu haben.

In der modernen Welt werden lokale soziale Interaktionen, die das Verhältnis von Menschen zu Arbeit und Kooperation bestimmen, durch das ökonomische System so vergrößert, dass sie nie dagewesene Extreme von Arm und Reich generieren. Die Moderne begann mit den Eroberungen der Europäer im 15. Jahrhundert und später. Die Obsidianklingen der Azteken waren zu schwach für spanischen Stahl, die Kriegskeulen der Maori halfen nichts gegen britische Musketen, und die Lehmwälle von Timbuktu konnten gegen die französische Artillerie nichts ausrichten. Es folgte die große Ära des Imperialismus, als der Westen sich in allen Ecken des Globus breitmachte. Eine Zeitlang er-oberte der Westen alles. Er bestimmte die Geographie der ganzen Welt; er transplantierte Afrikaner und Asiaten auf andere Kontinente. Territorium, Technologie, Musik, Kultur; in Folge der industriellen Revolution schien der Westen alles zu haben.

Aber ein Besucher des Planeten, der diese Geschichte nicht kennt, könnte einen ganz anderen Eindruck haben. Denn dieser Besucher würde einen Westen sehen, der sich mittels ganzer Batterien von Befestigungen vor der Invasion der armen Gesellschaften Südamerikas, Afrikas und Südasiens schützt. Im Mittelmeer und im Südatlantik patrouillieren Marineboote, die verzweifelte Schiffsladungen von Migranten abzufangen versuchen, die in die glitzernden Metropolen Europas streben. Die amerikanisch-mexikanische Grenze ist gesäumt von rostigen Sperranlagen, Betonmauern und Drahtzäunen. Eine Spur leerer Plastik-Wasserflaschen zieht sich durch die Sonora-Wüste, wo eine Invasionsarmee verzweifelt armer Migranten aus El Salvador, Guatemala, Honduras und Mexiko hindurchgezogen ist.

Die Geschichte zeigt, dass der Westen kein wirtschaftliches Entwicklungsmodell hat, das er den immer noch armen Ländern der Welt anbieten kann. Es gibt kein einfaches wirtschaftliches Patentrezept, das Wachstum garantiert, und selbst komplizierte wirtschaftliche Operationen bieten den mit Armut geschlagenen Gesellschaften keine klare Aussicht auf Entlastung. Sogar direkte Hilfsgeschenke haben sich als ungeeignet erwiesen, um Wachstum zu stimulieren. In diesem Kontext wäre die einzige erfolgversprechende Politik des Westens, die wenigstens einige Arme der Dritten Welt aus dem Elend befreien würde, die Immigration aus diesen Ländern zu erleichtern. Wir wissen viel über die ökonomischen Konsequenzen für Migranten aus den historischen Archiven von Ländern wie Großbritannien, USA, Kanada, Australien und Neuseeland, die in der Moderne große Immigrantenströme aufnahmen. Diese Archive zeigen, dass Migranten, vor allem aus Niedriglohnländern, in der Lage waren, durch ihre Migration enorme Einkommenszuwächse zu erlangen. Hilfe für die Dritte Welt mag in den Taschen westlicher Berater und korrupter Regierungen dieser Länder verschwinden. Aber jeder zusätzliche Migrant, der in die smaragdenen Städte der entwickelten Welt hineingelassen wird, ist ein Mensch mehr, dem ein besserer materieller Lebensstandard garantiert ist.

Eine andere Ironie ist, dass das Erreichen von Massenwohlstand in großen Teilen der Welt – das Sinken der Kindersterblichkeit, das Anwachsen der Lebenserwartung, die Verminderung von Ungleichheit – uns nicht glücklicher gemacht hat als unsere Jäger-Sammler-Vorfahren. Ich habe zwar betont, dass Einkommen allein ein wichtiger Gestalter dafür war, wie wir in der modernen Welt leben, aber das Einzige, was Einkommen nicht gebracht hat, ist Glück.

Die Glücksforschung legt nahe, dass es eine interessante Parallele zwischen der Steuerpolitik von heute und der in der Malthusianischen Ära gibt. Die Steuern, die damals den verschwenderischen Lebensstil der Herrscher finanzierten, verursachten tatsächlich keine sozialen Kosten. Der Glamour von Versailles war nicht erkauft mit dem Elend der Armen – was immer die PR-Probleme von Marie-Antoinette gewesen sein mögen. Die Glücksforschung bestätigt das auch für die Moderne. Wenn wir kollektive Güter wie wissenschaftliche Forschung, Raumfahrt, öffentliche Kunst und Architektur schätzen, dann sollten wir dafür auch Steuern zahlen, was immer das kosten mag. Wenn wir deshalb unseren privaten Konsum etwas einschränken müssen, sind die psychischen Kosten gering.

Die Weltgeschichte der Wirtschaft ist voll von solchen wenig eingängigen Effekten, Überraschungen und Rätseln. Sie hängt eng damit zusammen, wer wir sind und wie unsere Kultur sich entwickelt hat. Niemand sollte sich für intellektuell lebendig halten, der mit diesen Mysterien nicht wenigstens ein bisschen gerungen hat – wie wir nach Jahrtausenden in der Wildnis zu unserem heutigen Wohlstand gekommen sind, und warum es für viele Gesellschaften so schwierig ist, uns in das materielle Gelobte Land zu folgen.

Prof. Dr. GREGORY CLARK, geb. 1957, leitet die Abteilung für Wirtschaftswissenschaften an der University of California, Davis. Dieser Text ist ein Auszug aus seinem gerade erschienenen Buch „A Farewell to Alms. A Brief Economic History of the World“ (Princeton University Press 2007).

  • 1. Kenneth Pomeranz: The Great Divergence: China, Europe, and the Making of the Modern World Economy, Princeton, N.J. 2000.
  • 2. David Landes: The Wealth and Poverty of Nations. Why Some Are So Rich and Some So Poor, London 1998.
Bibliografische Angaben

Internationale Politik 12, Dezember 2007, S. 38 - 45.

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