25. Juni 2021

Union der Liebe und der Traumata

Auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs errichtet, als sein radikaler Widerspruch, ist die EU immer ein Versprechen gewesen, ein Ort der Hoffnung. Wird sie diesem Anspruch gerecht? Von der Antwort auf diese Frage hängt für ihre Nachbarn einiges ab.

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Bild: Aktivist:innen demonstrieren vor dem ukrainischen Parlament
Wladimir Putins schmutziges Spiel: Aktivistinnen und Aktivisten vor dem ukrainischen Parlament mit Spielkarten, die den russischen Präsidenten und prorussische Separatisten zeigen, Juli 2020.
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Zum ersten Mal verschlug es mich im Jahr 2007 in die Europäische Union, mit 24 Jahren. Damals war ich mit ein paar anderen Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Ländern eingeladen worden, an einem Literaturfestival in Deutschland teilzunehmen, dessen Thema – wie könnte es anders sein – „Europa und die europäischen Werte“ lautete.

Die Autoren sollten zu Hause einen Essay zu dem Thema verfasse; ich bastelte einen Text über etwas zusammen, das ich nicht kannte und im Leben nicht gesehen hatte. Vielleicht gefiel mein Essay über Europa deshalb allen so gut.


Wir reisten von Stadt zu Stadt, hatten Lesungen, und überall fand sich jemand, der sich mit einem unverblümten Lächeln nach meinen ersten „europäischen“ Eindrücken erkundigte. Ob Europa meine Erwartungen erfülle? Oder enttäusche? Wie es sich anfühle, mit 24 Jahren zum ersten Mal die heilige Erde der Demokratie zu betreten? Ich gab ehrlich zu, noch nie so saubere öffentliche Toiletten gesehen zu haben.


In Frankfurt war ich bei einer großen Zeitung zum Interview eingeladen. Furchtbar nervös fuhr ich mit dem Taxi in die Redaktion, die Taxifahrerin (es war eine Frau, auch das hatte ich noch nie erlebt) fragte mich, woher ich komme. Als sie hörte, dass ich aus der Ukraine sei, rief sie aus: „Amerika? Afrika? Asien?“ Sie kam nicht auf die Idee, dass sich ein Land mit einem derart seltsamen Namen auf ihrem Kontinent befinden konnte. „Viel weiter weg. Viel weiter!“, antwortete ich halb im Spaß. Mich zu rechtfertigen, Dinge zu beweisen und Scham zu empfinden, für mich und für andere, wurde von da an eines der normalsten Dinge für mich.


Drei Jahre zuvor, am 1. Mai 2004, hatte die Europäische Union eine ganze Reihe von neuen Mitgliedern willkommen geheißen, gleich zehn Länder, die sich größtenteils einst im Einflussbereich der Sowjetunion befunden hatten. Ich weiß noch, wie verbittert ich damals war. Selbst die Nachbarländer Polen und Ungarn waren der EU beigetreten, Länder, in die meine Mutter Ende der 1980er Jahre gefahren war, um Unterhosen und Bohnen zu verkaufen. Sie waren schon dort, sie hatten es geschafft. Von nun an würde es ihnen gut gehen.
„Und was ist mit der Ukraine?“, kreiste es in meinem Kopf. „Was ist mit uns? Haben sie uns vergessen?!“ Wenn sich andere zusammenschließen, wird die eigene Einsamkeit besonders deutlich. „Beruhige dich“, sagten meine Freunde, „von einem EU-Beitritt sind wir noch Lichtjahre entfernt.“ Doch auch sie waren verbittert, ein Großteil der damaligen Jugend war es. Denn wenn Polen es geschafft hatte, konnte der Weg in die EU so unüberwindbar nicht sein. Wenn wir es nicht schafften, lag es also an uns. Es fehlte uns an Beharrlichkeit, wir waren fehlerhaft, krank.
 

Aus Enttäuschung wird Wut

Vielleicht war es sogar diese bittere Enttäuschung, die zur Antriebskraft für die wenige Monate später beginnende und im Januar 2005 endende Orangene Revolution wurde. Die Ukrainer, die nicht daran glaubten, dass sie es verdienten, Teil der europäischen Demokratie zu werden, verteidigten voller Leidenschaft deren Grundwerte: das Recht auf freie Wahlen, das Recht auf friedliche Proteste. Etwas weniger als zehn Jahre vergingen, bis Präsident Wiktor Janukowytsch verkündete, das Assoziierungsabkommen mit der EU vorerst nicht zu unterzeichnen, was Auslöser einer neuen, deutlich blutigeren Revolution wurde, die Janukowytsch von der Bildfläche verschwinden ließ und etwa 100 Menschen das Leben kostete.


Die meisten der damaligen Opfer unterschieden vermutlich nicht zwischen den Begriffen „Westen“, „Europa“, „EU“ und „europäische Idee“. Der bedeutsame und zugleich schwer fassbare Begriff „Würde“ nahm in ihrem Kampf einen zentralen Platz ein. Ich verstehe, um welche Würde es ihnen ging. Der amerikanische Wissenschaftler Francis Fukuyama bezeichnet sie in seinem Buch „Identität“ nach dem Vorbild seiner altgriechischen Kollegen als dritten Teil der Seele, als irrationales Streben nach Gleichheit; ihretwillen erhoben sich die Amerikaner gegen die Sklaverei und stürmten die Franzosen die Bastille.


Doch ist der durchschnittliche EU-Bürger mit dieser Definition einverstanden? Für ihn bedeutet Würde, gesund zu sein, eine glückliche Beziehung zu führen und keine Geldsorgen zu haben. Für einen Ukrainer dagegen bedeutet Würde zuweilen, dass die Ticketverkäuferin am Bahnhof keine Schimpftirade auf ihn loslässt; es bedeutet, keine Angst zu haben, wenn ein Polizist an ihm vorbeigeht. Dem Ukrainer fällt es schwer zu glauben, dass die EU in erster Linie als Wirtschaftsunion gegründet wurde. „Union von Stahl und Kohle“ – das klingt für ihn eher wie der Titel einer angesagten Fantasy-Serie.


Vielleicht ist es diese Neigung, gesellschaftliche und politische Prozesse zu idealisieren und die ökonomische Komponente zu vernachlässigen, die das größte Hindernis auf dem Weg der Ukraine nach Europa bildet. Ich würde dieser These noch entschiedener beipflichten, stünden da nicht russische Panzer an der östlichen Grenze der Ukraine.


Die Revolution der Würde geht als Krieg zwischen Gut und Böse, zwischen Schwarz und Weiß in die Geschichte ein. Die Realität in ihren radikalsten Ausformungen wahrzunehmen, ist eine weitere problematische Neigung der Ukrainer. Wenn nicht Sieg, dann Niederlage. Wenn nicht weiß, dann schwarz, schwärzer als die Nacht. Weiß ist Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Wohlstand, Zivilgesellschaft (all das, was ein Ukrainer vermutlich dem Westen zuschreibt). Schwarz ist Gewalt, Willkür, Machtmissbrauch, fehlende Achtung vor den Menschen (wie in Russland).


Ich gebe zu, dass ich ähnliche Ansichten vertrat, was die Kommunikation mit westeuropäischen Intellektuellen manchmal erschwerte. Bei einer Podiumsdiskussion in Wien behauptete ich sogar, dass ich nicht an eine Demokratisierung Russlands glaube, weder in naher Zukunft noch in 100 Jahren. Mein ganzer Zorn und all meine Verzweiflung brachen aus mir heraus. Das Publikum erstarrte und stülpte sich die linksliberale Maske des Unverständnisses und des Tadels über, manche hatten sogar Mitleid. „Wenn im eigenen Land Krieg herrscht, sagt man noch ganz andere Dinge“, rechtfertigte ich mich, aber die Situation war nicht zu retten. Ein westeuropäischer Intellektueller würde sich eine derart naive Annahme nicht erlauben.


Damals wurde mir sehr deutlich bewusst, wie Gefühle dabei stören, gegenseitiges Verstehen mit jemandem zu entwickeln, der einer anderen kulturellen und historischen Tradition entstammt. Ebenso wurde mir klar, dass es mir genau genommen egal war, ob Russland demokratisch wurde oder nicht, das war absolut nicht der Punkt. Die Unzulänglichkeiten der anderen hervorzuheben, anstatt die eigenen zu überdenken, ist eine Falle des Verstands. Man gerät in eine Opferrolle, indem man die gesamte Verantwortung auf den Angreifer schiebt und auf denjenigen, der der eigenen Meinung nach kommen müsste, um den Angreifer zu bekämpfen.


Leider ist es unglaublich schwer, die Regeln geistiger Hygiene zu befolgen, wenn man sich im Visier eines viel mächtigeren Aggressors befindet. Dieser Aggressor terrorisiert den östlichen Rand Europas schon lange und erfolgreich, er bestraft alle, die ihren Blick zur anderen Seite richten, mit der Amputation eines Gebiets. Als erstes Transnistrien von Moldau (1991), dann Abchasien (1992) und Südossetien (2008) von Georgien. Die Taktik ist stets dieselbe: Ein Teil des Organismus wird gelähmt, um eine Vorwärtsbewegung zu verhindern.


Mit dem Beginn des Hybridkriegs Russlands gegen die Ukraine, der Annexion der Krim und den Kriegshandlungen in den Regionen Luhansk und Donezk sind die Chancen der Ukraine auf einen EU-Beitritt so gering wie nie zuvor geworden. Für Entwicklung braucht es Ruhe. Diese Ruhe hat die Ukraine nicht. Deshalb pendelt sie weiter zwischen Schwarz und Weiß, Wahrheit und Unrecht, Ost und West, Sieg und Niederlage, dem Eigenen und dem Fremden. Dieser kräfteraubende Tanz wird von lautem Säbelrasseln begleitet, unter ständiger Gefahr einer großangelegten Invasion.


Der Gesetzmäßigkeit der ukrainischen Pendelbewegung folgend, wäre bei den Wahlen im Jahr 2019 ebenso eine Revanche der prorussischen Kräfte zu erwarten gewesen wie nach der Orangenen Revolution. Doch das trat nicht ein: Die Ukraine wählte mit Wolodymyr Selenskyj zwar einen russischsprachigen Komiker zu ihrem Präsidenten; dessen Programm ist aber eindeutig proeuropäisch. Die Spaltung in Schwarz und Weiß verlief erstmals mitten durch die Gesellschaft, ohne dass man das „böse“ Russland und das „gute“ Europa dafür hätte verantwortlich machen können. Auch die Geografie spielte für diese Spaltung keine bedeutende Rolle mehr. Die traditionell patriotische Westukraine stimmte ebenso aktiv für Selenskyj wie traditionell prorussische Regionen.
 

Brüssel ist „tief betroffen“

Auch das idealisierte Bild der EU bekam Risse. Eigentlich passierte das schon während der Revolution 2014 und der Annexion der Krim, als die Erwartungen der Ukrainer einer vollen und bedingungslosen Unterstützung durch die EU (die Friedensnobelpreisträgerin!) bitter enttäuscht wurden. In den sozialen Medien, die in der Ukraine zu meinem großen Bedauern oft die Rolle vollwertiger Massenmedien übernehmen, wird der Begriff „tief betroffen“ mittlerweile nur noch verwendet, um sich über die europäische Außenpolitik lustig zu machen.

Alledem zum Trotz würden neuesten Umfragen zufolge 60 Prozent der Ukrainer für einen Beitritt zur EU stimmen, gäbe es heute ein Referendum darüber. Diese Zahlen zeigen eher, dass sich bestimmte Werte und Ideen einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz erfreuen, als dass sie die Realität widerspiegelten. Sie brüllen ins Leere. Denn die Wahrscheinlichkeit eines derartigen Referendums heute, morgen oder in einem Jahr ist gleich null. Noch nie war sich die Ukraine so einig in ihrem Votum für Europa und zugleich so weit von seiner Verwirklichung entfernt.

Mit diesem hoffnungslosen Unterton möchte ich mich auf eine gewagte Analogie einlassen. In der modernen Psychologie gibt es eine Persönlichkeitsstörung namens Borderline-Syndrom. Der Begriff Borderline hat mich unter anderem deshalb neugierig gemacht, weil er so gut zur Ukraine passt, diesem seit dem Mongolensturm ewigen Grenzgebiet. Seien wir ehrlich, die Schlüsselelemente des Borderline-Syndroms finden sich auch in der ukrainischen Kultur; darauf weist der führende ukrainische Psychoanalytiker O. Filz hin. Die Borderline-Psyche entwickelt sich infolge schwerer Traumata und von Gewalteinwirkung in frühen Entwicklungsstadien. Sie ist nicht krank, aber auch nicht ganz gesund. Sich an äußere Umstände anzupassen, fällt ihr schwer und gelingt hauptsächlich über den Schutzmechanismus der Spaltungsabwehr. Borderliner neigen dazu, bestimmten Ereignissen, Begriffen oder Menschen ausschließlich positive Eigenschaften zuzuschreiben, anderen nur negative, wobei ein und dasselbe Objekt nicht gut und schlecht zugleich sein kann. Daraus resultieren eine Schwarz-Weiß-Wahrnehmung der Wirklichkeit, Labilität und schwerwiegende Störungen der Identität. Die Borderline-Psyche kann sich nur schwer abgrenzen (sie bleibt immer ein bisschen Kind), es ist schwer, eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Bei der Ukraine ist es ähnlich: Auch mit ihr ist es zeitweise schwierig, eine Beziehung einzugehen, und das wird noch so lange so bleiben, bis wir derartige traumatische Schutzmechanismen als Schande betrachten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdrängten die Deutschen und Österreicher ihre Nazi-Vergangenheit oder leugneten sogar jegliche Beteiligung am Holocaust, um sich vor ihren peinigenden Schuldgefühlen zu retten. Heute würde kaum jemand zögern, ihnen das vorzuwerfen; Verdrängung wird als Ausdruck geistiger Schwäche gesehen, als etwas Erniedrigendes. Ich dagegen neige dazu, auf Verdrängung mit Mitleid zu reagieren. Hätte die menschliche Psyche nicht gelernt, den emotionalen Druck mit allen verfügbaren Mitteln zu mindern, hätte die Menschheit wohl kaum Hunderttausende von Jahren der Gewalt aller gegen alle überlebt. Im 20. Jahrhundert erreichte die Gewalt unfassbare Ausmaße, ihre Langzeitfolgen formen noch immer unsere Wirklichkeit. Und obwohl unsere Schutzmechanismen recht ähnlich sind, unterscheidet uns der Kontext – die äußeren Umstände, die wir nicht beeinflussen können, an die wir uns jedoch anpassen müssen.


Während sich im Westen eine liberale Nachkriegsdemokratie entwickelte, triumphierte in der von den Nazis verwüsteten Ukraine ein totalitäres Regime, das dort auch zuvor spürbar gewaltet hatte. Hatten wir die Möglichkeit, zu anderen, weniger problembehafteten Menschen heranzuwachsen? Und noch eine Frage: Sind die Traumata der Ukraine, die für ihren heutigen Zustand verantwortlich sind, nicht eigentlich allgemeineuropäische? Manchmal scheint mir – und jetzt beziehe ich mich zum letzten Mal auf die Psychologie –, als sei die Ukraine das Unterbewusstsein Westeuropas. Ein dunkler, fest verschlossener Ort, aus dem hin und wieder die hungrigen Köpfe verdrängter Kreaturen auftauchen. Man hatte sie in eine Schatulle gesteckt, die Schatulle in eine Truhe gepackt, die Truhe in eine hohe Eiche irgendwo hinter den sieben Bergen gehängt – und anschließend so getan, als sei nie etwas gewesen. Und dennoch wurden in den Jahren der Nazi-Besatzung in der Sowjetukraine 3,5 Millionen Zivilisten ermordet. Ebenso viele Soldaten starben.


Diese erschreckenden Zahlen und Hitlers offen erklärter Plan, die Ukraine zu kolonialisieren und ihre Bevölkerung zu versklaven, veranlassten den Historiker Timothy Snyder bei seiner Rede im Deutschen Bundestag im Juni 2017 zu folgender Aussage: „Jeder Deutsche, der den Gedanken einer Verantwortung für den Holocaust ernst nimmt, muss auch die Geschichte der deutschen Besatzung der Ukraine ernst nehmen.“
 

Antwort auf den totalen Hass

Die Europäische Union zählt ihre Jahre seit März 1957, im selben Jahr wurde meine Mutter geboren. Doch war es ihr beschieden, das Licht der Welt auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs zu erblicken, was ihr ganzes Leben bestimmte, einschließlich der berüchtigten Fahrten auf den Markt nach Budapest. Wenn ich sie fragte, ob sie sich das historische Zentrum angeschaut habe, antwortete meine Mutter, sie habe nur den Markt gesehen. Das Zentrum interessierte sie nicht, ihre übergeordnete Aufgabe bestand darin, Winterjacken und ein Kilo Orangen zu ergattern.


Den Westen lernte meine Mutter erst im Rentnerinnenalter kennen, als sie mich in Wien besuchte. Ich sah, wie sie erstarrte, als wir das Schloss Schönbrunn umrundet hatten und plötzlich das Panorama der majestätischen Gloriette auf dem Hügel und der Schlosspark mit seinen herrlichen Blumenbeeten vor uns auftauchten. Nie zuvor hatte meine Mutter etwas derart Schönes gesehen. Der Anblick versetzte sie in einen echten Schockzustand.


Nach ihrer Heimkehr in die Ukraine war von der Gloriette und den Blumen jedoch keine Rede. Stattdessen erzählte meine Mutter, dass man in der österreichischen Hauptstadt panierte Fleischstücke in sich hineinstopfe (sie meinte Schnitzel), trocken, ohne Senf und ohne Ketchup. Und dass die U-Bahn viel langsamer fahre als in Kiew. Sie war gezwungen, das Gesehene abzuwerten, um sich vor einem Sturm widersprüchlicher Gefühle zu schützen. Als mir all das bewusst wurde, fiel es mir leichter, meine Mutter zu lieben.


Geht es uns allen am Ende des Tages nicht eigentlich um die Liebe? Geben wir nicht ihretwegen einen Teil unserer Selbst auf und wählen pathologische Formen der Koexistenz? Doch die Liebe vermag auch zu heilen, man muss nur ein Beispiel geben, muss dem, der keine Liebe gekannt hat, zeigen, wie es geht. Die europäische Staatengemeinschaft ist auf den Ruinen des Zweiten Weltkriegs entstanden, als sein radikaler Widerspruch, als Antwort auf eine Katastrophe, verursacht von totalem Hass. Solange über der EU der Schatten der Vergangenheit hängt, ist ihre Mission noch nicht erfüllt.       

 

Tanja Maljartschuk, ukrainische Schriftstellerin und Journalistin, lebt in Wien. Sie ist Bachmann-Preisträgerin 2018.

Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck

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Bibliografische Angaben

Internationale Politik Special 04, Juli 2021, S. 54-59

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