IP-Forsa-Frage

25. Juni 2021

IP/Forsa-Umfrage: Deutschlands außenpolitisches Engagement

In welchem Rahmen sollte Berlin sich außenpolitisch stärker einbringen? Die Antworten fallen überraschend aus.

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Bild: Grafik der Ergebnisse der IP-Forsa-Frage 04-2021

Schon im Februar 2014, als auf der Münchner Sicherheitskonferenz erstmals von „mehr deutscher Verantwortung“ die Rede war, fragte die IP, ob sich Deutschland stärker außenpolitisch engagieren solle. Das Ergebnis fiel knapp aus: Nein sagten damals 51 Prozent, 46 Prozent votierten für Ja. Gut sieben Jahre später stellt die Redaktion die gleiche Frage noch einmal, und dieses Mal ist das Ergebnis umgekehrt: 54 Prozent sind für mehr Engagement, 42 Prozent dagegen. Größte Unterstützer sind die 18- bis 29-Jährigen (74 Prozent dafür) sowie Wählerinnen und Wähler der Grünen (77 Prozent).

Von denen, die mit Ja votieren, wollte die IP dieses Mal außerdem wissen, in welchem Rahmen sich Deutschland stärker engagieren solle (siehe Abbildungen). Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten bevorzugt den EU-Rahmen, 29 Prozent sprechen sich für mehr Engagement im Rahmen der Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen aus. Für ein gemeinsames Vorgehen mit ausgewählten Partnern („coalitions of the willing“) sind 17 Prozent, und nur 4 Prozent können sich auch nationale Alleingänge Deutschlands vorstellen, wenn es um stärkeres weltweites Engagement geht.


Mit Blick auf die Parteienpräferenz fällt auf, dass sich Wählerinnen und Wähler der aktuellen Regierungsparteien CDU/CSU und SPD überdurchschnittlich stark (jeweils 64 Prozent) für mehr außenpolitisches Engagement im EU-Rahmen aussprechen. Anhänger der Linken (51 Prozent) und der Grünen (34 Prozent) sprechen sich überdurchschnittlich stark für den UN-Rahmen aus, FDP- (32 Prozent) und Grünen-Anhänger (21 Prozent) tendieren stärker zu Ad-hoc-Koalitionen.

Bibliografische Angaben

Internationale Politik 4, Juli / August 2021, S. 5

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