IP-Forsa-Frage

01. November 2020

Emotionale Außenpolitik

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Macht Ihnen eine stärker von Emotionen geleitete Außenpolitik Sorgen?

 
Bei der Frage, ob die Emotionalisierung von Außenpolitik ein Anlass zur Sorge ist, sind die Deutschen gespalten: 43 Prozent der Befragten halten die Entwicklung für besorgniserregend, 55 Prozent sehen diesem Trend eher gelassen entgegen. Auffällig ist, dass der Bildungsgrad einen erheblichen Einfluss auf die Meinungsbildung hat. Während sich 61 Prozent der Befragten mit Mittlerer Reife und sogar 76 Prozent mit Hauptschulabschluss wenige bis keine Sorgen machen, sind 54 Prozent der Befragten mit Abitur oder Studium beunruhigt.

Auch das Alter beeinflusst die Antworten. Je älter die Befragten, desto mehr Sorgen erzeugt die stärkere Emotionalisierung. Während sich noch fast zwei Drittel (64 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen kaum Sorgen macht, sinkt dieser Wert bei 30- bis 44-Jährigen auf 55 Prozent und bei 45- bis 59-Jährigen auf 52 Prozent. Nur noch 49 Prozent der über 60-Jährigen teilt diese Einschätzung, was dennoch eine Mehrheit im Vergleich zu den 45 Prozent ist, die Bedenken haben.

Beim Blick auf die parteipolitischen Präferenzen der Befragten lassen sich klare Unterschiede erkennen. Sorgen herrschen insbesondere bei Anhängern von Parteien links der Mitte vor. So zeigen sich 64 Prozent der Grünen-Anhänger beunruhigt. Dieses Urteil teilen immerhin 52 Prozent der Linken- und 51 Prozent der SPD-Wähler. Auch bei FDP-Sympathisanten überwiegt diese Meinung (53 Prozent). Bei den anderen Parteien fällt das Urteil gegenläufig aus. 57 Prozent der Unions-Wähler sorgen sich nicht, und ganze 77 Prozent der AfD-Anhänger haben weniger oder keine Bedenken.

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Bibliografische Angaben

Internationale Politik 6, November/Dezember 2020, S. 5

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