Die wichtigsten außenpolitischen Aufgaben: Europa, Verteidigung, Maßnahmen gegen Autokratien
IP-Forsa-Frage im Januar/Februar 2026
Die Stärkung des Zusammenhalts Europas bleibt nach Meinung der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger die wichtigste außenpolitische Aufgabe der Bundesregierung. Ende 2025 nannten dies 54 Prozent der Befragten – 3 Prozent weniger als zum Start von Bundeskanzler Friedrich Merz (IP März/April 2025). An zweiter Stelle liegt mit 37 Prozent (vorher 38 Prozent), die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen. Neu an dritter Stelle mit 28 Prozent (vorher 20 Prozent) rangiert die Aufgabe, den Einfluss autoritärer Staaten zu begrenzen. Der weltweite Einsatz für mehr Klimaschutz fällt mit 23 Prozent (vorher 26 Prozent) auf den vierten Rang zurück. Während die Stärkung der Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens fast unverändert von 20 Prozent (vorher 19 Prozent) genannt wird, halten nur noch 7 Prozent (vorher 17 Prozent) die Ausweitung der Hilfen für die Ukraine für eine der wichtigsten Aufgaben deutscher Außenpolitik.
Beim Blick auf die Alterskohorten fällt auf, dass nur 10 Prozent der 14- bis 29-Jährigen die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands als wichtige Aufgabe nennen. In der Perspektive der parteipolitischen Bindung sind Wählerinnen und Wähler der CDU/CSU mit 62 Prozent besonders häufig der Meinung, eine stärkere Verteidigung sei eines der wichtigsten Ziele. Dagegen nennen es nur 26 Prozent der SPD-Anhänger. Für Linke- (63 Prozent) und Grünen-Wähler (57 Prozent) ist derweil der weltweite Klimaschutz besonders wichtig.
Internationale Politik 1, Januar/Februar 2026, S. 5