01. Januar 2020
IP-Forsa-Frage

5G mit Huawei?

Sollte Deutschland beim Aufbau des deutschen 5G-Netzes mit Huawei zusammenarbeiten?

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Beim Aufbau des 5G-Netzes sollte Deutschland den chinesischen Technologiekonzern Huawei ausschließen. Dafür sprechen sich knapp die Hälfte (47 Prozent) der befragten Bundesbürger aus. 35 Prozent befürworten dagegen eine Kooperation mit dem Weltmarktführer aus Shenzen. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) ist in dieser Frage unentschlossen.

Besonders deutlich ist die Ablehnung unter Befragten der höchsten Altersgruppe. 50 Prozent der über 60-Jährigen sprechen sich gegen die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern aus, und mit 31 Prozent liegt der Wert für die Zustimmung vier Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert. Unter den 18- bis 29-Jährigen dagegen fällt das Ergebnis ungleich knapper aus: 45 Prozent sind gegen eine Beteiligung von Huawei; mit 40 Prozent, die eine Kooperation befürworten, ist die positive Einstellung gegenüber dem chinesischen Anbieter am stärksten ausgeprägt.

Mit Blick auf die Parteienpräferenz gibt es unter den Wählern der Grünen (52 Prozent), der SPD (51 Prozent) und der FDP (60 Prozent) klare Mehrheiten für einen Ausschluss von Huawei. Wähler von CDU und CSU sind dagegen gespalten: 42 Prozent wollen den chinesischen Anbieter beteiligen, 45 Prozent sind dagegen.

Unter Anhängern der Linken gibt es ein Patt: Jeweils 42 Prozent sind für bzw. gegen die Beteiligung von Huawei. Wähler der Alternative für Deutschland (AfD) lehnen eine Berücksichtigung des chinesischen Konzerns zwar klar ab: 49 Prozent sind dagegen. Auch unter ihnen ist aber die Zustimmung für eine Einbindung von Huawei beim deutschen 5G-Netzaufbau mit 41 Prozent überdurchschnittlich groß.

Bibliografische Angaben

Internationale Politik 1, Januar-Februar 2020, S.5

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