02. Februar 2021

Sylke-Tempel-Fellowship-Programm 2021

„Israel, Deutschland und die USA: Sicherheits- und Identitätsfragen für eine zukunftsfähige Politik“

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Bild: Logo des Sylke Temel Fellowship Programm

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen, dem American Jewish Committee (AJC), dem European Leadership Network (ELNET), der Zeitschrift Internationale Politik (IP) und Women in International Security (WIIS), vergibt die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum 6 – 12 Stipendien in einer Höhe von jeweils 3.000 Euro an junge Menschen aus Deutschland und Israel.

 

Das Sylke-Tempel-Fellowship-Programm

Im Gedenken an Dr. Sylke Tempel (1963 2017) hat das Kuratorium der Stiftung Deutsch Israelisches Zukunftsforum im Jahr 2018 das Sylke Tempel Fellowship Programm eingerichtet, das unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel, Bundesminister des Auswärtigen a.D. und Vorsitzender der Atlantik Brücke, und von Tzipi Livni, ehemaliger Außenministerin Israels, steht.

Ziel des Programms ist es, junge Menschen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn zu fördern und zu fordern und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, in die Öffentlichkeit zu treten. Dazu arbeiten intensiv an den von ihnen gewählten Themen und reichen im Rahmen des Fellowships einen Artikel oder anderen Medienbeitrag ein. Währenddessen treffen sie mit Mentor*innen zusammen und diskutieren ihre Ergebnisse mit Expert*innen in geschlossenen Fachgesprächen. Zum Abschluss werden die Arbeiten auf einer Konferenz öffentlich vorgestellt und publiziert.

 

Wen suchen wir?

Diese Ausschreibung richtet sich an junge Journalist*innen, Autor*innen, Blogger*innen, Podcaster*innen, YouTuber*innen und andere medial Kreative sowie an Studierende und Auszubildende aus Israel und Deutschland, die sich mit den Beziehungen zwischen Deutschland, Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika beschäftigen.
 

Das Thema

In den USA hat eine neue Regierung das Amt übernommen, in Deutschland und Israel stehen in diesem Jahr Bundestags- bzw. Knesset-Wahlen an. Sowohl in Israel als auch in Deutschland und den USA blicken die Menschen sorgenvoll in eine ungewisse Zukunft. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie ist das Bedürfnis nach Sicherheit groß. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach Orientierung und rückt damit die Identitätspolitik in den Fokus. Wir wollen einen kritischen Blick auf Fragen der Identitäts- und Sicherheitspolitik werfen:

Welche gesellschaftlichen Gruppen bestimmen den Diskurs in und zwischen den USA, Deutschland und Israel? Welche Rolle spielen die unterschiedlichen demografischen und regionalen Gegebenheiten? Was bedeutet es für eine Demokratie, wenn sich Menschen primär oder ausschließlich über ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe definieren? Wie können wir politischen und gesellschaftlichen Zusammenhalt erreichen, wenn einzelne Gruppen den Diskurs bestimmen? Wie wirkt es sich auf die innere und äußere Sicherheit von demokratischen Gesellschaften aus, wenn die Verteidigung der „eigenen“ Gruppe zur Priorität wird?  Was meinen wir, wenn wir von Sicherheit sprechen? Welche Sicherheitsvorstellungen herrschen in Israel, Deutschland und den USA vor? Und was folgt aus ggf. divergierenden Sicherheitskonzepten für gemeinsame globale Herausforderungen?

Diesen und damit verbundenen Fragen sollen unsere Fellows 2021 in ihren Recherchen und Ausarbeitungen nachgehen.

 

Das Programm

Die Fellows werden Mitte März ausgewählt und sind aufgefordert, bis zum 31. August 2021 ihren fertig ausgearbeiteten Beitrag einzureichen. Die schriftlichen Beiträge werden zum Jahresende in einer Sonderveröffentlichung der Zeitschrift IP (Internationale Politik) auf Deutsch und Englisch publiziert.

Der Arbeitsort ist frei wählbar, Anreisekosten zu den Programmveranstaltungen werden aus Israel und Deutschland erstattet. Im Mai und im August finden begleitende Online-Workshops statt, in denen die Fellows ihre Arbeiten mit ihren Mentor*innen diskutieren. Im Oktober sind die Fellows, sofern es die Pandemie zulässt, zu einer gemeinsamen Reise in Israel eingeladen. Öffentlich präsentiert werden die Projektergebnisse auf einer Abschlusskonferenz in Berlin im Dezember 2021.

Neben dem Stipendium von 3.000 Euro werden Reise- und Unterbringungskosten für die Reise in Israel und die Konferenz in Berlin übernommen. 

 

Bewerbung

Bitte reichen Sie für Ihre Bewerbung folgende Unterlagen ein:

  • Lebenslauf
  • Sylke Tempel war eine leidenschaftliche Leserin. In ihrem Sinne interessiert uns, welches literarische Werk Sie uns zur Lektüre empfehlen – und warum. 
  • Motivationsschreiben
  • Skizze des geplanten Projekts (bitte nehmen Sie Bezug auf mindestens einen Aspekt des oben beschriebenen thematischen Schwerpunkts – max. zwei Seiten)

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in deutscher oder englischer Sprache bis zum 28. Februar 2021 ausschließlich elektronisch in einer Datei an: fellowship@dizf.de.

Bei Fragen zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an Maike Harel: .

 

Weitere Informationen zum Fellowship-Programm, den Fellows der Vorjahre und den bisherigen Publikationen im Rahmen des Programms finden Sie hier.

 

Themen und Regionen

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