Im Rahmen dieses Programms analysieren wir, wie die Handels-, Investitions-, Technologie- und Energiepolitik zum Erreichen strategischer Ziele eingesetzt werden kann. Im Umkehrschluss wird auch bewertet, wie strategische Ziele durch die Reform und Organisation des Handels- und Währungssystems, die Förderung bestimmter Finanzregulierungen, den Zugang zu kritischer Technologie oder die gemeinsame Nutzung von Daten sowie Bestrebungen für eine Klima- und Umweltpolitik verfolgt werden können.

Zunehmend nutzen sowohl die USA als auch China ihre wirtschaftliche Stärke, um neben regionalen und globalen Regelungsstrukturen auch die internationalen Beziehungen zu gestalten. Die Debatte darüber, ob wir uns von einer multilateralen, regelbasierten und kooperativen Ordnung zu einer konflikt- und wettbewerbsorientierten bewegen, die möglicherweise einen neuen Ansatz erfordert, wächst. Die Europäische Union, die ihre Hoffnungen weitgehend auf die Organisation der wirtschaftlichen Weltordnung und die Lösung von Spannungen durch multilaterale Institutionen gesetzt hatte, ist auf dieses neue geoökonomische Umfeld schlecht vorbereitet.

Daher ist es wichtig, dass die Europäer ein präziseres Verständnis für geoökonomische Strategien entwickeln und eine Politik etablieren, die darauf abzielt, die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der EU in einer Vielzahl von Politikfeldern zu wahren.

Das Geoökonomie Programm beschäftigt sich mit den folgenden Fragen:

  • Wie muss sich Europa verändern/reformieren, um in der heutigen, neuen geoökonomischen Umgebung ein relevanter globaler Akteur zu bleiben?
  • Welche Rolle kann Deutschland spielen, um Europa in diesem Umfeld besser zu positionieren?

Publikationen